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Die neue Zentrale der Taunus-Sparkasse auf dem Kellereiplatz soll Mitte August eröffnet werden.
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Die neue Zentrale der Taunus-Sparkasse auf dem Kellereiplatz soll Mitte August eröffnet werden.

Hofheim

Hofheim: Wohnungsbaugesellschaft setzt Akzente in der Stadtplanung

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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70 Millionen Euro will die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft in den kommenden fünf Jahren in Sanierungen und Neubauten investieren. Ein Vorzeigeprojekt steht vor dem Abschluss.

Bau und Vermietung von Wohnungen in der Main-Taunus-Kreisstadt sind seit Jahrzehnten das Hauptgeschäft der städtischen Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB). 3500 Menschen leben aktuell in einer HWB-Wohnung. Bei moderaten Durchschnittsmieten von unter sieben Euro pro Quadratmeter ist die Fluktuation gering. Die Warteliste ist mit über 500 Haushalten lang.

Weil die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum weiter steigt, hat die HWB vor einigen Monaten das größte Wohnbauprojekt seit mehr als 40 Jahren gestartet. Im Norden Hofheims am Finanzamt sollen unter dem Titel „Quartier hoch 4“ mehr als 60 neue geförderte Wohnungen entstehen. 19 Millionen Euro würden investiert, berichtete Geschäftsführer Norman Diehl bei der Bilanzpressekonferenz der Gesellschaft. Gebaut wird ab dem kommenden Jahr auf städtischen Grundstücken und auf Grundstücken der HWB im Anschluss an die bereits bestehende HWB-Siedlung an der Höchster Straße. Das dortige Ballsportareal wird verlegt, ein Garagenhof muss weichen.

Die Gesellschaft

Die Bilanzsumme der städtischen Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft
(HWB) lag 2020 bei fast 110 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss erreichte 782 000 Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 27,2 Prozent. Der Überschuss verbleibt seit Jahren in der Gesellschaft und wird für Investitionen genutzt.

1697 Wohnungen werden von der HWB insgesamt vermietet. 39 Prozent davon
sind öffentlich gefördert, 61 Prozent
frei finanziert. aro

Die Stadt Hofheim fördere die Aktivitäten ihrer Wohnungsbaugesellschaft nach Kräften, sagte Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Christian Vogt (CDU). Die Überschüsse von im Schnitt rund 700 000 Euro pro Jahr verblieben in der Gesellschaft, Erlöse von Verkäufen städtischer Grundstücke würden für Investitionen in den Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. 70 Millionen Euro wolle die HWB in den kommenden Jahren für Sanierungen und Neubauten ausgeben, kündigte Norman Diehl an. „Für dieses Tempo werden derzeit Kapitalstärkungen geprüft.“

Die HWB baut aber längst nicht mehr nur Wohnungen, sie setzt auch vielfach Akzente in der Stadtplanung. Größtes Projekt mit einem Gesamtvolumen von 14,2 Millionen Euro ist der Neubau der Stadtbücherei auf dem Kellereiplatz, das bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Die Taunus-Sparkasse ist Ankermieter in dem Gebäudeensemble. Der neue Hauptsitz des Geldinstituts im Main-Taunus-Kreis wird bereits Mitte August eröffnet.

Geschäftsführer Josef Mayr stellte bei der Pressekonferenz noch weitere Projekte vor. So baut die HWB im Norden Hofheims für 1,5 Millionen Euro einen neuen Stadtteiltreff mit vier Wohnungen. Auf dem ehemaligen Nahkauf-Areal in Lorsbach soll für 8,5 Millionen Euro ein mehrgeschossiger Bau mit Wohnungen, Kindergarten und Nahversorger entstehen. Aktiv ist die Gesellschaft zudem in der Hofheimer Fußgängerzone. Dort wurde in der Hauptstraße das Jean-Hammel-Haus gekauft. Das traditionsreiche Geschäftshaus wird kernsaniert. Neben Wohnungen werden darin ein Herrenmodenladen sowie ein Brautmodengeschäft unterkommen. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2021 geplant.

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