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Hofheim: Weltladen verkauft jetzt auch fair gehandelte Mode

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Von: Andrea Rost

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Oliver Bernhard im Fair-Fashion-Weltladen nin der Hofheimer Hauptstraße. Verkauft wird nur nachhaltig produzierte Mode
Oliver Bernhard im Fair-Fashion-Weltladen nin der Hofheimer Hauptstraße. Verkauft wird nur nachhaltig produzierte Mode © ROLF OESER

Der Trägerverein des Hofheimer Weltladens in der Burgstraße eröffnet ein zweites Geschäft in der Innenstadt. Verkauft wird dort ausschließlich fair gehandelte Kleidung. 30 Ehrenamtliche engagieren sich.

Die Lage ist eine der besten in der Hofheimer Fußgängerzone: In der Hauptstraße, schräg gegenüber dem Alten Rathauscafé, eröffnet der Verein Faire Welt Hofheim am heutigen Samstag seinen zweiten Weltladen in der Main-Taunus-Kreisstadt. Zu kaufen gibt es in dem Geschäft Kleidung, Schuhe und Taschen – für Damen und Herren und durchweg nachhaltig produziert.

„Wir haben uns auf der Fachmesse für nachhaltige Textilien Innatex in Wallau umgeschaut, Kontakte zu Herstellern geknüpft und unsere ersten Bestellungen geordert“, sagt Oliver Bernhard. Er engagiert er sich im Vorstand des Trägervereins und hat die Idee, ein Modegeschäft zu eröffnen, in den letzten Monaten mit Engagement vorangetrieben.

Die 45 Quadratmeter große Verkaufsfläche ist dezent und mit viel Geschmack eingerichtet und professionell dekoriert. In Regalen aus hellem Eichenholz liegen Pullover, Jeans, Strümpfe, Schals und Mützen. Auch Unterwäsche gibt es. An Kleiderbügeln hängen Blusen, T-Shirts und Jacken in den Farben der Saison. Wie in einer eleganten Boutique sieht es im „Fair-Fashion-Weltladen“ aus. Nur der Name des Geschäfts verrät die Idee, die dahintersteht.

Der Dachverband der Weltläden habe Kriterien für nachhaltige Mode festgelegt, sagt Oliver Bernhard: menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung, keine Kinderarbeit, ökologisch hergestellte Materialien. All das sei bei den Kleidungsstücken, die im Hofheimer Weltladen verkauft werden, garantiert.

Teurer als herkömmliche Markenprodukte sind sie deswegen nicht. Die Jeans, die ohne Giftstoffe gefärbt wurde, gibt es für knapp 100 Euro, das T-Shirt aus Biobaumwolle kostet 25 Euro. „Wir verkaufen keine Klamotten zum Wegschmeißen“, macht Oliver Bernhard deutlich. „Wir wollen einen Kontrapunkt setzen zu Kleidung, die für wenige Euro gekauft und, kaum getragen, schnell wieder entsorgt wird.

Er ist überzeugt, dass der Fair-Fashion-Laden gut laufen wird. „In der letzten Zeit haben Kundinnen und Kunden in unserem Geschäft in der Burgstraße häufig nach Mode gefragt, das Interesse ist groß“, erzählt er. Probleme, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Verkauf zu finden, habe es nicht gegeben. 30 Personen hätten sich innerhalb kurzer Zeit gemeldet, sagt Oliver Bernhard. „Damit haben wir nicht gerechnet.“

Der Verein Faire Welt Hofheim wurde vor 40 Jahren gegründet und hat zurzeit 55 Mitglieder. Der Weltladen war zunächst in der oberen Hauptstraße untergebracht. Der Verkauf von fair gehandeltem Kaffee, Tee, Schokolade und Kunsthandwerk lief jedoch schleppend. 2018 stand der Laden auf der Kippe. Erst der Umzug in die Burgstraße brachte den erhofften Aufschwung, der Umsatz verdreifachte sich. Auch die Lockdowns in der Corona-Pandemie hat das Team gut gemeistert. „Die Leute sind mit Herzblut dabei“, sagt Bernhard. „Im Fair-Fashion-Laden wird das genauso sein.“

Der Weltladen „Fair Fashion“ in Hofheim, Hauptstraße 43, ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. www..weltladen.de/hofheim

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