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Hofheim: Virtuelle Tour durch die Stadtgeschichte

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Von: Andrea Rost

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Die Hofheimer Fachwerkaltstadt ist eine Attraktion in der Region.
Die Hofheimer Fachwerkaltstadt ist eine Attraktion in der Region. © Michael Schick

Die Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt hat ein digitales Nachschlagewerk zur Geschichte der Main-Taunus-Kreisstadt online gestellt. Wer mag, kann künftig daran mitarbeiten.

Die Hofheimer Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Dabei ist es alles andere als selbstverständlich, dass die jahrhundertealten Fachwerkhäuser noch stehen und liebevoll saniert wurden. Denn in den 1970er Jahren sollte Hofheims Altstadt abgerissen werden, um Platz zu machen für große, moderne Wohngebäude.

Das Künstlerpaar Erika und Hermann Haindl kämpfte damals für den Erhalt des historischen Stadtkerns. Wie schwierig das war, ist in einem ausführlichen Bericht auf der neuen Website www.historisches-hofheim.de nachzulesen. Die Bürgervereinigung Hofheimer Altstadt hat die Seite vor kurzem ins Netz gestellt. 1974 war die Bürgervereinigung gegründet worden – mit dem Ziel die Fachwerkaltstadt zu erhalten. Stolz können die beiden Vorsitzenden Andreas Friedrich und Renate Hofmann fast 50 Jahre später das Ergebnis präsentieren. Der Beitrag zur Vorgeschichte der Hofheimer Altstadtsanierung mit alten Plänen und Skizzen steht als neuester Beitrag online. Dazu gibt es eine Bildergalerie mit aktuellen und historischen Fotos.

„Wir haben zwei Jahre lang an der Website gearbeitet“, sagte Andreas Friedrich der Frankfurter Rundschau. Die Initiative startete, als sich der Hofheimer Geschichtsverein auflöste und ein historischer Arbeitskreis unter dem Dach der Bürgervereinigung gegründet wurde. Mit dabei sind Stadtführerinnen und Stadtführer sowie die frühere Hofheimer Stadtarchivarin Roswitha Schlecker.

Unter dem Titel „Stadtgeschichte erleben“ kann man auf der Website eine Zeitreise starten, die von den ältesten Spuren einer Besiedlung auf dem Hofheimer Hochfeld in der Altsteinzeit über das Mittelalter bis in die Gegenwart führt. Der Michelsberger Kultur auf dem Kapellenberg ist ein Kapitel gewidmet, ebenso der römischen Zeit, den Schultheißen und Bürgermeistern der Main-Taunus-Kreisstadt in den letzten 800 Jahren, der Hofheimer Schulgeschichte und den Hofheimer Stockbüchern, an Hand derer sich die Eigentumsverhältnisse an Häusern und Grundstücken nachvollziehen lassen. Die ausführlich recherchierten Texte werden dabei durch historische Fotos ergänzt, die im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen wurden. Angeklickt werden können auch die Biografien von zwei Dutzend Hofheimer Persönlichkeiten, Familiengeschichten und Fundstücke aus dem Stadtarchiv.

Wer mag, kann einen digitalen Rundgang durch die Hofheimer Altstadt unternehmen. 32 Gebäude und geschichtsträchtige Orte sind in einem Plan markiert, dazu gibt es Informationen und Bilder. Über ein weiteres Dutzend interessanter Orte außerhalb der Altstadt wird ebenfalls berichtet.

Wegen der Corona-Pandemie biete sie aktuell keine individuellen Stadtrundgänge an, sagt Renate Hofmann. „Da ist die virtuelle Tour auf unserer Website eine gute Alternative, um sich über die Geschichte Hofheims zu informieren.“ Der historische Arbeitskreis der Bürgervereinigung ist offen für alle. Eigene Themen können recherchiert und Texte auf der Website veröffentlicht werden. „Wir freuen uns immer über Leute, die bei uns mit anpacken“, sagt Renate Hofmann.

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