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Hofheim

Hofheim: Viel weniger Fahrgäste in der Pandemie

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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1,6 Millionen Euro fehlten dem Main-Taunus-Verkehrsverbund 2020 in der Kasse. Einen Ausgleich für entgangene Einnahmen während der Corona-Pandemie schaffen Bund und Land.

Noch im Jahr 2019 lief der öffentliche Nahverkehr im Main-Taunus-Kreis heiß. „S-Bahnen und Busse waren übervoll, wir hatten Probleme mit der Pünktlichkeit, es fehlten Busfahrerinnen und Busfahrer“, erinnert sich der Aufsichtsratsvorsitzende des Main-Taunus-Verkehrsverbundes (MTV) und Kreisbeigeordnete, Johannes Baron (FDP). Im März 2020 änderte sich das schlagartig. Die Corona-Pandemie habe das Mobilitätsverhalten der Menschen massiv verändert, Homeoffice, Homeschooling und Kurzarbeit führten zu einem Einbruch der Fahrgastzahlen bei den S-Bahnen von bis zu 50 Prozent und von bis zu 70 Prozent auf den Buslinien.

Damit einher ging auch ein Rückgang der Einnahmen. 1,6 Millionen Euro fehlten dem Verkehrsverbund im Jahr 2020, sagte Geschäftsführer Roland Schmidt bei einem Pressegespräch. Das Minus werde jedoch von Bund und Land aufgefangen. Der Kreis habe lediglich bei der Anschaffung von Trennscheiben zwischen Buspersonal und Fahrgästen mehrere zehntausend Euro zugeschossen. „Wir haben zu den ersten gehört, die diese Sicherheitsmaßnahme in den Bussen eingeführt haben“, erläuterte Schmidt. Dazu habe man Masken für das Personal angeschafft. Alle Busse seien mit Klimaanlagen ausgestattet, Fahrgäste dürften während der Pandemie nur durch die hintere Türen einsteigen.

Das Ansteckungsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln sei aufgrund all dieser Vorkehrungen und der Maskenpflicht für die Fahrgäste sehr gering. Das hätten mehrere Studien bewiesen, sagte Johannes Baron.

verkehrsverbund

Gesellschafter des Main-Taunus-Verkehrsverbundes (MTV) sind der Main-Taunus-Kreis und die zwölf Städte und Gemeinden des Landkreises.

Bis zu 15 000 Fahrgäste befördert der Verkehrsverbund pro Tag.

90 Busse fahren auf 27 Linien im gesamten Landkreis.

Die Linie 821 vom Bahnhof Hattersheim zum Impfzentrum im Kastengrund wurde coronabedingt in den vergangenen Monaten verstärkt. Sie verkehrt im Stundentakt zwischen 7 und 22 Uhr. aro

Auch während der Lockdowns habe man den regulären Fahrplan aufrechterhalten, lediglich die Schülerfahrten eingeschränkt, sagte Schmidt. „Wir wollten unser Angebot erhalten und damit auch verhindern, dass wir Personal durch Kurzarbeit verlieren.“

Hinter den Kulissen wurde während der Pandemie außerdem an mehreren Nahverkehrsprojekten weitergearbeitet. Eines davon ist der Ausbau der Elektromobilität. Drei Pilotbusse sollen in Kooperation mit der HLB Hessenbus GmbH noch in diesem Jahr im Hofheimer Stadtgebiet unterwegs sein. Das Projekt wird vom Land gefördert und vom MTV unterstützt. Mittelfristig sollen 50 Elektrobusse in der Kreisstadt zum Einsatz kommen.

Bereits im September soll das On-Demand-Verkehrsprojekt OnDeMo in Hofheim starten, das softwarebasiert arbeitet und langfristig das Anrufsammeltaxi ersetzen wird. Das Pilotprojekt läuft unter anderem auch in Frankfurt, Darmstadt und Offenbach und wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

Schlussendlich arbeitet der Main-Taunus-Verkehrsverbund auch an den großen Nahverkehrsprojekten mit, die die Mobilität in der gesamten Region verändern werden: an der Regionaltangente West und der Wallauer Spange. Außerdem sei man bemüht, die Engpässe auf der Regionalbahnstrecke 12 zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Königstein zu entzerren, kündigte Schmidt an. Aktuell verkehren zusätzlich zur Bahn auch Busse. Geplant ist ein Ausbau der Strecke, damit in engerem Takt gefahren werden kann.

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