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Die RMV-Zentrale bleibt auch 25 Jahre nach der Gründung des Verkehrsverbundes in Hofheim.

Hofheim

Sparkasse baut Bürohaus für Verkehrsverbund

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Die Zentrale des Rhein-Main-Verkehrsverbundes bleibt langfristig am Standort Hofheim. Die 150 Mitarbieterinnen und Mitarbeiter sollen 2023 in ein neues Bürogebäude direkt am Bahnhof umziehen.

Die Zentrale des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) bleibt in der Main-Taunus-Kreisstadt Hofheim. Die 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden allerdings 2023 in ein neues Verwaltungsgebäude umziehen, das die Taunussparkasse baut und an den RMV vermietet. Das teilten Sparkasse und Verkehrsverbund jetzt mit.

Das Bürogebäude, von dem aus der RMV den Bus- und Bahnverkehr in der gesamten Rhein-Main-Region organisiert und koordiniert, entsteht in der Hofheimer Stadtmitte in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und wenige Meter von der jetzigen Unternehmenszentrale entfernt an der Ecke Alte Bleiche/Seiler Bahn. Das Gebäude, das zurzeit noch auf dem Grundstück steht, soll demnächst abgerissen werden. Die Übergabe des Neubaus an den RMV ist für Oktober 2023 vorgesehen, der Mietvertrag läuft bis Ende 2039.

Rhein-Main-Verkehrsverbund

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) koordiniert und organisiert den Bus- und Bahnverkehr in der Region um Frankfurt auf 14 000 Quadratkilometern. Das sind zwei Drittel der Fläche von Hessen. Er ist damit einer größten deutschen Verkehrsverbünde.

805 Millionen Menschen nutzen pro Jahr die öffentlichen Verkehrsmittel des RMV.

Im Verbundgebiet wohnen fünf Millionen Menschen. Zählt man die Einwohner in den Übergangstarifgebieten dazu, sind es 6,7 Millionen Menschen.

Gegründet wurde der RMV im Jahr 1995. Seither ist die Unternehmenszentrale in der Kreisstadt Hofheim. aro

„Wir haben in Hofheim seit unserer Verbundgründung 25 gute Jahre verbracht und von hier aus viel bewegt“, stellt Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des RMV fest. Angesichts des Klimawandels und der damit einhergehenden Verkehrswende stehe das Unternehmen in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. „Deshalb setzen wir nicht nur ab 2022 mit der weltweit größten Wasserstoffzugflotte auf weniger Emissionen im Taunusnetz, sondern mit dem neuen Gebäude in Hofheim auch auf eine noch bessere CO2-Bilanz bei der täglichen Arbeit im Büro.“ Der neue Standort sei optimal an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angebunden. Auf direktem Weg könnten die RMV-Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze von Frankfurt, Wiesbaden, Bad Soden, Königstein oder Niedernhausen aus in weniger als 30 Minuten erreichen. „Für uns als ÖPNV-Unternehmen ist die gute Erreichbarkeit mit Bus und Bahn ein ganz besonders wichtiger Standortfaktor.“

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wurde 1995 auf Initiative von 15 Landkreisen und elf Städten im Rhein-Main-Gebiet gegründet. Ziel war es von Anfang an, den öffentlichen Personennahverkehr in der gesamten Region besser miteinander zu vernetzen. Das Unternehmen hatte seinen Sitz zunächst im Hofheimer Landratsamt am Hochfeld, später zogen die Mitarbeitenden in das jetzige Gebäude an der Alten Bleiche in die Innenstadt um.

Für die Taunussparkasse sei die Immobilien- und Projektentwicklung ein rein komplementäres Geschäft, betont Vorstandsmitglied Markus Franz. „Nur wenn alle Rahmenbedingungen stimmen, ist die Immobilienentwicklung für uns interessant.“ Mit dem RMV als Mieter des neuen Bürogebäudes haben man einen Partner an der Seite, der vor allem an einer langfristigen Perspektive interessiert sei.

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