Neubau

Neue Wohnungen für mehr als 3000 Menschen in Marxheim II

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
    schließen

Die Baulandoffensive Hessen könnte das 28 Hektar große Gebiet Marxheim II entwickeln. Es ist die letzte große Baulandreserve in der Main-Taunus-Kreisstadt.

Was die Schaffung von neuem Wohnraum angeht, stößt die Main-Taunus-Kreisstadt schon lange an ihre Grenzen. Zwar wird vielerorts gebaut, meist handelt es sich aber um sogenannte Verdichtungen im Bestandsgebiet. Bezahlbare neue Wohnungen sucht man meist vergebens. Einzige größere Baulandreserve ist das Gebiet Marxheim II, das sich vom südöstlichen Stadtrand in Richtung Autobahn 66 erstreckt und rund 28 Hektar groß ist.

Marxheim II zu entwickeln und dort Wohnraum für mehr als 3000 Menschen zu schaffen, darüber wird schon seit mehr als zwei Jahren diskutiert. Es gibt Befürworter und Gegner, eine Bürgeriniative versucht, die Bebauung der Felder und Streuobstwiesen zu verhindern. Nun haben die Stadtverordneten beschlossen, dass die Kommune Gesellschafterin der Baulandoffensive Hessen GmbH wird und damit die Möglichkeit hat, die Gesellschaft mit der treuhänderischen Steuerung der Flächenentwicklungen des Neubaugebiets zu beauftragen. Mit der Baulandoffensive als Partner könne auf eine europaweite Ausschreibung verzichtet werden. Außerdem, so heißt es in der Magistratsvorlage, über die die Parlamentarier am Mittwochabend abgestimmt haben, blieben die Ziele der Stadt gewahrt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Denn die Baulandoffensive könne nicht als Bauunternehmer tätig werden, auch sei sie nicht von einem Bauunternehmen abhängig.

Der Machbarkeitsstudie zufolge, die die Baulandoffensive ausgearbeitet hat, soll ein Drittel der geplanten 1300 Wohnungen im Geschosswohnungsbau entstehen und preisgünstig zu Quadratmeterpreisen zwischen 6,50 und 7,50 Euro vermietet werden. Rund ein Viertel der Wohnungen wird demnach zu marktüblichen Mietpreisen angeboten, 17 Prozent der Wohneinheiten sollen als Eigentum verkauft werden. 14 Prozent der Wohneinheiten sind als Reihenhäuser, Doppelhaushälften und frei stehende Einfamilienhäuser geplant. Die Entwicklungskosten für das Bauland sind den Angaben zufolge durch die Grundstückserlöse aus dem Verkauf des Baulands zu refinanzieren. Bei der Realisierung der Wohnbebauung handelt es sich hingegen laut Analyse um ein „Projekt mit Langfristperspektive“, da die Rendite bei der Vermietung gering ausfallen würde. Deutliche Verkaufserlöse aus dem Bau und dem Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen könnten dies relativieren.

Wie auch immer Marxheim II entwickelt wird, Grundlage dafür ist der Rahmenplan, der zurzeit entwickelt wird. Dabei können auch die Bürger mitreden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare