Main-Taunus

Nancy Faeser ist SPD-Spitzenkandidatin

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Die Chefin der Hessen-SPD, Nancy Faeser, will auch weiter vor Ort im Main-Taunus-Kreis Politik machen. Sie führt die Kreistagsliste der Genossen für die Wahl 2021 als Spitzenkandidatin an.

Vor fünf Jahren hatte es noch Kampfabstimmungen bei den Sozialdemokraten im Main-Taunus gegeben. Dieses Mal waren sich die 80 Delegierten, die am Samstag in Flörsheim zum Parteitag zusammenkamen, einig: Einstimmig nominierten sie die Partei- und Fraktionschefin der Hessen-SPD, die Schwalbacherin Nancy Faeser, zu ihrer Spitzenkandidatin für die Kreistagswahl 2021.

Auf Platz zwei und drei der Kandidatenliste folgen der Hattersheimer Jurist und Fraktionschef der Kreis-SPD Philipp Neuhaus sowie die Vorsitzende der Jusos, Lisa Henties aus Kelkheim. Erneut für den Kreistag kandidieren unter anderen der ehemalige Flörsheimer Bürgermeister und Kreis-Parteichef Michael Antenbrink und Gisela Stang, die 2019 als Rathauschefin in Hofheim aufgehört hat, weiterhin Julia Ostrowicki aus Kelkheim und Adolf Kannengießer aus Eschborn. Erstmals auf der Kandidatenliste stehen der neue Schwalbacher Bürgermeister Alexander Immisch sowie der Geschäftsführer der Kreis-SPD, Moritz Löw, aus Kelkheim.

Aus der Kreispolitik zurückziehen will sich Hattersheims Alt-Bürgermeister Hans Franssen. Auch die frühere Schwalbacher Rathauschefin Christiane Augsburger steht nur auf einem der hinteren Listenplätze. Zurzeit haben die Sozialdemokraten im Kreistag 17 Abgeordnete und sind größte Oppositionspartei. Drei Genossen sind außerdem im Kreisausschuss vertreten.

„Die Corona-Pandemie verschärft wie ein Brennglas gesellschaftliche Probleme. Die SPD ist die Partei, die darauf Antworten hat“, sagte Nancy Faeser und forderte unter anderem digitale Lehrmittel für alle Schülerinnen und Schüler.

Kritik an der Kreiskoalition aus CDU, FDP und Grünen übte SPD-Fraktionschef Philipp Neuhaus. Vieles laufe schief im Landkreis zwischen Frankfurt und Wiesbaden, sagte Neuhaus und nannte als Beispiele zum einen „das desaströse Vorgehen“ der Kreisspitze bei der Rhein-Main-Deponie in Flörsheim-Wicker, zum anderen das Kreishallenbad. Als Wahlkampfknüller von Landrat Michael Cyriax (CDU) sei das Projekt gestartet, mittlerweile tue sich hier nicht mehr viel.

Elan habe die Koalition nur bei der Schaffung eines zusätzlichen dritten hauptamtlichen Beigeordnetenpostens entwickelt, rügte Neuhaus – „ein in Hessen einmaliger Vorgang“.

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