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Die bunten Schüler-Malereien im Altbau werden demnächst verschwinden.
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Die bunten Schüler-Malereien im Altbau werden demnächst verschwinden.

Hofheim

Hofheim: Main-Taunus-Schule wird modernes Gymnasium

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Mit 63,5 Millionen Euro ist der Umbau der Main-Taunus-Schule in Hofheim das mit Abstand größte Projekt im Landkreis. Die Arbeiten sind aber noch lange nicht abgeschlossen.

Die Baustelle der Main-Taunus-Schule (MTS), nur wenige Schritte vom Hofheimer Bahnhof entfernt, ist unwirtlich in diesen Tagen. Über einen matschigen Weg bahnt sich die Besuchergruppe rund um Landrat Michael Cyriax (CDU) den Weg zu dem Gerippe aus Beton und Stahl, das von dem fast 50 Jahre alten Gebäude übrig ist. Der Wind pfeift durch die riesigen Räume, nur die tragenden Wände stehen noch. Plastikplanen an den Fenstern geben peitschende Geräusche von sich.

Architekt Matthias Heimel ist dennoch fasziniert. Einen Rohbau aus den 1970er Jahren, im Baukastensystem zusammengestellt wie eine Industriehalle, bekomme man sehr selten zu sehen, sagt er. „Das ist schon etwas Besonderes.“

Im Hochbauamt des Main-Taunus-Kreises hat man sich dafür entschieden, die alte Bausubstanz des Hofheimer Gymnasiums zu erhalten und die Schule nicht abzureißen und komplett neu aufzubauen. „Aus ökologischen und ökonomischen Gründen“, wie Hochbauamtsleiter Peter Wesp erklärt. „Die fachgerechte Entsorgung von vielen Tonnen Beton und Stahl hätte enorme Summen verschlungen. Und wir sparen außerdem viel Zeit dadurch, dass wir auf die alte Bausubstanz aufbauen.“

Seinen Angaben zufolge ist das mit Gesamtkosten von 63,5 Millionen Euro größte Schulbauvorhaben, das der Landkreis je gestemmt hat, im Zeitplan. Im Mai 2021 haben die Bauarbeiter mit der Entkernung begonnen, seit August laufen die Rohbauarbeiten an der Ost- und Westerweiterung. Ein Teil des Hauptgebäudes wurde zuvor abgebrochen.

Schulbauprogramm

Die Sanierung und Erweiterung der Hofheimer Main-Taunus-Schule ist Teil des Schulbauprogrammes, das der Main-Taunus-Kreis seit Jahren konsequent durchzieht.

Allein im Haushalt 2021 ist für Schulbauprojekte ein Budget von 94 Millionen Euro vorgesehen. Erweitert werden aktuell die Krifteler Weinbergschule sowie die Steinbergschule in Hofheim. An weiteren sechs Schulen wurde mit Bauarbeiten in diesem Jahr begonnen.

Der Umbau der Main-Taunus-Schule den der Kreis aktuell realisiert, ist mit Gesamtkosten von 63,5 Millionen Euro das größte Vorhaben. Es soll im Sommer 2024 abgeschlossen sein. aro

In dem neuen Schulkomplex soll bis 2024 Platz für 60 Klassenräume, eine große Aula mit Bühne, eine Mensa, die Schulverwaltung sowie Räume für den Musik- und Kunstunterricht und für die naturkundlichen Fächer geschaffen werden. Bis zu 1600 Schülerinnen und Schüler kann die Main-Taunus-Schule dann aufnehmen. Aktuell findet der Unterricht für die rund 1500 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Containern auf dem Schulgelände statt.

Mehr als zehn Jahre hatte die Schulgemeinde auf eine Sanierung der Main-Taunus-Schule warten müssen. Eltern und Lehrer:innen klagten schon lange über undichte Fenster und schlecht gedämmte Außenwände, über die schlechte Belüftung in mehreren Toiletten und im Versammlungsraum. 2014 wurde zwar die neue, moderne Sporthalle auf dem Schulgelände eröffnet, die Sanierung des Gymnasiums aber erneut verschoben.

Bei der Sanierung und Erweiterung der MTS handle es sich um ein jahrelanges Großprojekt mit vielen Herausforderungen“, sagte Landrat Michael Cyriax beim Baustellenrundgang. „Am Ende wird sich das alles gelohnt haben.

Nach Angabe der Architekten wird der gesamte Komplex nach dem Passivhausstandard saniert beziehungsweise neu gebaut. Die Fenster bekommen eine Dreifachverglasung. Die neuen Räume würden so angeordnet, „dass es für die aktuelle Pädagogik passt“.

Neu gestaltet werden sollen nach Abschluss der Bauarbeiten nicht nur die Innenhöfe, die durch die Anbauten entstehen, sondern das gesamte Außengelände zwischen Sporthalle und Schule. Auf dem MTS-Campus werde es künftig auch ein Klassenzimmer im Freien geben, kündigte Matthias Heimel an. Ausreichend Parkplätze würden ebenfalls auf dem Areal zur Verfügung stehen.

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