Hofheim

Linke bekommt Marxheim-Studie

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat einem Eilantrag der Hofheimer Linken stattgegeben. Die Fraktion hatte vom Magistrat die Überlassung der kompletten Machbarkeitsstudie zum geplanten Baugebiet Marxheim II verlangt.

Der Hofheimer Magistrat muss der Fraktion der Linken die komplette Fassung einer Machbarkeitsstudie für das geplante Neubaugebiet Marxheim II zur Verfügung stellen. Das hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt entschieden. Bernd Hausmann und seine Mitstreiter hatten argumentiert, anhand einer fünfseitigen Kurzfassung lasse sich nicht über derartige Großprojekte entscheiden, und einen Eilantrag auf Herausgabe der kompletten Studie gestellt.

Zuvor hatte die Hofheimer Regierungskoalition aus CDU, SPD, FWG und FDP in der Parlamentssitzung Ende Juni per Beschluss darauf verzichtet, die Langfassung einzusehen. Die Linke mutmaßte daraufhin, dass die Studie den vier Fraktionen längst vorliege und sie lediglich der Opposition vorenthalten werde.

Die Stadt Hofheim prüfe derzeit den als einstweilige Anordnung ergangenen Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt. Danach werde über die weiteren Schritte entschieden, teilte Erster Stadtrat Wolfgang Exner auf FR-Anfrage mit. Der Beschluss im Eilverfahren beruhe auf einer summarischen Prüfung durch das Gericht, eine tiefergehende detaillierte Prüfung könne erst im Hauptsacheverfahren erfolgen.

Das geplante Neubaugebiet Marxheim II erstreckt sich vom südöstlichen Hofheimer Stadtrand in Richtung A66 und ist rund 28 Hektar groß. Wohnungen für mehr als 3000 Menschen könnten dort entstehen. Eine Bürgerinitiative versucht, die Bebauung der Felder und Streuobstwiesen zu verhindern.

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