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Lena Stenz aus Diedenbergen (rechts) ist Initiatorin von „Bücheralarm – Dein Podkast aus der Bibliothek“.
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Lena Stenz aus Diedenbergen (rechts) ist Initiatorin von „Bücheralarm – Dein Podcast aus der Bibliothek“.

Hofheim

Hofheim: „Lesehäppchen“ werden zum deutschlandweiten Projekt

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die „Lesehäppchen-Show“ der Hofheimerin Lena Stenz macht deutschlandweit Schule. 60 Bibliotheken wollen bis November 2022 eigene Bücherpodcasts mit Kindern produzieren.

Eineinhalb Jahre ist es her, da hat Lena Stenz ihren Podcast „Lesehäppchen“ gestartet. Aus dem Wohnzimmer gibt die Diedenbergenerin seither Büchertipps für Kinder, sie liest aus Neuerscheinungen vor, interviewt Autorinnen und Autoren, spricht mit Illustrator:innen. Für ihr ehrenamtliches Engagement unter dem Dach des örtlichen Kulturvereins wurde die 48-Jährige mit dem Hessischen Leseförderpreis ausgezeichnet. 42 Lesehäppchen hat Lena Stenz schon produziert. 35 000-mal wurden sie bisher angehört.

Jetzt wird ihre Idee, Kinder mit einem digitalen Audioformat für Bücher zu begeistern, zu einer deutschlandweiten Initiative. 60 Büchereien und Bibliotheken produzieren in den kommenden zwölf Monaten insgesamt 60 Episoden für den Podcast „Bücheralarm“. Das Besondere dabei: Die Bücher werden meistens von Kindern vorgestellt. Die Erwachsenen kümmern sich um die Organisation.

Am Dienstag begann der „Bücheralarm“, die erste Episode ist bereits im Netz abrufbar. Produziert hat sie die Gemeindebibliothek im bayerischen Gauting zum Buch „GrimmsKrams – ein Klonk um Mitternacht“ von Marikka Pfeiffer und Miriam Mann. Die zweite Folge geht am 23. November online. Dann stellen die Kinder der Klasse 4A der Steinbergschule in Hofheim das Buch „Baku und der weiße Elefant“ vor. Anke Burfeind hat es geschrieben.

Die Initiative

Der Podcast „Bücheralarm“ ist ein Projekt zur Leseförderung für Kinder, das deutschlandweit läuft.

60 Bibliotheken und Büchereien werden in den kommenden Monaten 60 Episoden produzieren und kostenlos ins Netz stellen.

Partner sind Verlage, Technikfirmen und der Bibliotheksausstatter EKZ.

Initiatorin ist Lena Stenz aus Diedenbergen, deren Kinderbücherpodcast „Lesehäppchen-Show“ seit Mai 2020 erfolgreich läuft.

Infos unter www.bücheralarm.de

„Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir bei ‚Bücheralarm‘ mitmachen“, sagt die Leiterin der Hofheimer Stadtbücherei, Nicole Dietzel. Der Podcast aus der Bibliothek sei eine großartige Möglichkeit der Leseförderung. Die Mädchen und Jungen hätten mit Begeisterung mitgemacht. Vorlesen, Regiebuch schreiben, Informationen sammeln und die Autorin interviewen – jedes Kind habe eine Aufgabe übernommen. „Und alle waren total stolz, als sie zum ersten Mal in ihre Episode reinhören durften.“ Nicole Dietzel hat die Podcastfolge gemeinsam mit ihren Kolleginnen Miriam Block und Verena Silvanus produziert. Die drei sind keine Digitalprofis. „Wir haben das gut geschafft, weil wir den ‚Bücheralarm-Koffer‘ hatten“, berichtet die Büchereileiterin. Darin befinden sich nicht nur Bücher, Flyer und Lesezeichen, sondern auch Profimikrofone und Kopfhörer zum Einlesen der Podcastfolge. Ein Koffer kostet rund 400 Euro, zu haben ist er beim EKZ-Bibliotheksservice.

Die fertigen Audiodateien haben Nicole Dietzel und ihre Kolleginnen an Lena Stenz geschickt. Sie wird dafür sorgen, dass Episode 2 aus Hofheim ab dem kommenden Dienstag über Spotify und andere Plattformen abrufbar ist.

In Kooperation mit der Hessischen Fachstelle für öffentliche Bibliotheken bietet Lena Stenz Podcastseminare für Büchereien an, für die Teilnehmer am „Bücheralarm“ sind sie kostenlos. Eine Folge für „Bücheralarm“ werden die Hamburger Bücherhallen produzieren sowie Bibliotheken aus Düsseldorf und Leipzig. Auch kleine Schulbibliotheken sind dabei.

„Ich bin froh und stolz, dass wir bundesweit ein großes modernes Netzwerk zur Leseförderung aufbauen können“, sagt die Kommunikations- und Marketingberaterin. Nie habe sie damit gerechnet, dass ihre Idee des Bücherpodcasts für Kinder auf so viel Interesse stoßen würde. „Ich habe viele Klinken geputzt, die Türen gingen meist sehr schnell auf.“

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