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Die Stadthalle in Hofheim hat nach ihrer Sanierung bereits ihre Feuerprobe überstanden.
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Die Stadthalle in Hofheim hat nach ihrer Sanierung bereits ihre Feuerprobe überstanden.

Stadthalle in Hofheim

Hofheim: „Gud Stubb“ im neuen Gewand

  • VonJürgen Streicher
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Die frisch sanierte Stadthalle in Hofheim hat jetzt eine LED-Werbewand und Photovoltaik auf dem Dach.

Ein bisschen eingequetscht zwischen Chinon-Center und Rathaus ist die Stadthalle im neuen Gewand noch immer. Aber sie kommt leichter daher, heller, mit einer moderneren Fassade als bisher. Mit neuen Fenstern, das Glasensemble durchbrochen an drei Stellen mit netzartiger Überblendung. Auch das verlängerte Vordach mit der Betonung durch die neue LED-Leinwand bietet einen zuvor fehlenden Fokus, auswärtige Gäste haben es nun leichter, die „Gud Stubb“ der Hofheimer zu finden, wenn sie zum Kulturgenuss kommen. Ja, so nennt auch Bürgermeister Christian Vogt (CDU) bei der „Einweihung“ das sanierte Haus, die Umschreibung „Herzstück“ der Stadt gefällt ihm ebenfalls.

Zur offiziellen Eröffnung wirkt der Vorplatz nicht so einladend, wie er sein soll. Absperrgitter, Flatterband, nur geladene und registrierte Gäste aus Politik, Wirtschaft und den Vereinen, die das Haus nutzen, sind in Zeiten der Beschränkung willkommen. Auch Bürgermeister und Stadträte müssen durch die Kontrolle, das Security-Personal macht da keine Ausnahme. Kaum 100 Besucher sind am Samstagvormittag gekommen, der Platz mit Tischen, Bänken und großer Bühne bleibt überschaubar. Auf der breiten LED-Leinwand laufen im fliegenden Wechsel Bilder von der Sanierung des Gebäudes. Im März sind bereits Ergebnisse der Wahl darüber geflimmert, vor allem Veranstaltungshinweise werden es bald sein.

Kosten

Knapp eineinhalb Jahre wurde die Stadthalle Hofheim zum Teil im laufenden Betrieb saniert. Innen und außen, vom Keller mit neuen Klimageräten bis zum Dach mit Photovoltaik-Anlage. Baubeginn war nach langer Vorplanung im Juli 2019, im vergangenen Dezember war das Projekt abgeschlossen.

Die Hallen- und Parkhaus GmbH (HuP) nennt Investitionskosten von insgesamt 4,6 Millionen Euro, das geplante Budget sei um nur knapp vier Prozent gestiegen. jüs

Die Hofheimer und ihre Gäste haben die Aufwertung verdient, findet Norman Diehl, der Geschäftsführer der Hallen und Parkhaus GmbH (HuP), die als Bauherrin fungiert. „Wir wollten in Wertigkeit investieren, das ist lohnenswert“, so Diehl, das Ergebnis sei ein „wunderbares Bild für Jahrzehnte“. Im letzten Jahr vor Corona wurden fast 300 Veranstaltungen mit rund 63 000 Gästen über die Bühne gebracht. Die Zeit der Kultur- und Vereinsbremse wurde dann für die Sanierung des zentralen Veranstaltungsortes genutzt. Schöner, attraktiver, vor allem auch umweltfreundlicher durch neueste Technik und variabler nutzbar sollte er werden.

Ein Beispiel: Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach. Mit 45 000 Kilowattstunden erzeugtem Strom wird kalkuliert, dies decke etwa ein Achtel des Eigenbedarfs der Stadthalle. Dazu rundum neue Fenster, erneuerte Dämmung, kompletter Rückbau von Altanlagen im Technikgeschoss, neue Lüftung und Klimageräte. Die Feuerprobe war laut Bürgermeister Vogt erfolgreich, die Hofheimer Sinfoniker durften sie vor zwei Wochen gestalten, als zur Eröffnung des „Kreisstadtsommers“ das Wetter nicht so richtig mitspielte und die Veranstaltung spontan vom Wasserschloss in die trockene Stadthalle verlegt wurde. Vivaldi und die „Vier Jahreszeiten“, ein gutes Zeichen für Zukunft hat Christian Vogt da gespürt.

Hell und freundlich wirkt der Durchgang zwischen Stadthalle und Rathaus nun, als Aufenthaltsort für Jugendliche in den Abendstunden hatte er stets zwiespältige Gefühle hervorgerufen. Eng, unübersichtlich, mit Nischen, Ecken und Kanten. Jetzt ist es ein gerader Weg, Blumenkübel besetzen den Raum.

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