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Hofheim

Hofheim: Grundstücksverkäufe reduzieren Defizit

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Hofheims Bürgermeister Christian Vogt hat den Nachtragshaushalt für 2021 und 2022 vorgelegt. Das Defizit ist deutlich reduziert. 20 neue Stellen in der Verwaltung sollen geschaffen werden.

Es war ein Doppelhaushalt für die Jahre 2021 und 2022, den Hofheims Bürgermeister Christian Vogt (CDU) im Herbst vergangenen Jahres eingebracht hatte, und die Zahlen waren angesichts der Corona-Pandemie eine „Momentaufnahme“. Bei einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro war der Etat zunächst ausgeglichen. Bereits zwei Monate später, als das Parlament zustimmte, tat sich ein Defizit von zwei Millionen Euro auf. Mitte 2021 ergaben Hochrechnungen sogar ein Minus von rund neun Millionen Euro.

Diese Prognose ist mittlerweile überholt. Im Nachtragshaushalt, den Vogt am Mittwochabend den Stadtverordneten präsentierte, fehlen für 2021 nur noch 536 000 Euro. Im kommenden Jahr ist mit einem kalkulierten Minus von 79 000 Euro fast die schwarze Null erreicht.

Möglich machen dieses Ergebnis außerordentliche Erlöse durch den Verkauf von zwei städtischen Grundstücken. 3,5 Millionen Euro bekam die Stadt für ein Areal im Langgewann. Im nächsten Jahr soll das Gelände der alten Ländcheshalle in Wallau für 4,6 Millionen Euro verkauft werden. Die Käufer der beiden Grundstücke sind private Investoren, die dort den Bau von Wohnungen planen.

Eine Entnahme aus den Rücklagen sei damit erst mal nicht mehr nötig, erläuterte Vogt. Bei Investitionen in den Straßenbau und Infrastruktur, in Kitas, Feuerwehren und Vereine müsse nicht gespart werden. Grund- und Gewerbesteuer würden nicht erhöht, Gebühren ebenso wenig. Beim städtischen Personal will der Kämmerer sogar aufstocken und 20 zusätzliche Stellen schaffen. Gesucht werden vor allem Ingenieur:innen für Bauen und Planen sowie IT-Fachleute, um die Digitalisierung in der Stadtverwaltung voranzubringen. Außerdem Personal für die Kinderbetreuung, für die Straßenverkehrsbehörde und im Friedhofswesen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren Personal reduziert und damit an der falschen Stelle gespart“, ist Vogt überzeugt. Andere Kommunen machten es vor. In Flörsheim komme eine Verwaltungsstelle auf 86,4 Einwohner, in Hattersheim 1 zu 79,3. „In Hofheim haben wir eine Stelle für 117,9 Einwohner. Das wollen wir ändern“, sagte Vogt. 2,4 Millionen Euro an Mehrkosten für Personal sind im Doppelhaushalt vorgesehen.

Dass das Defizit in 2021 und in 2022 nur vergleichsweise gering ausfällt, hat auch mit Mehreinnahmen bei Steuern und bei den Schlüsselzuweisungen zu tun, und es ist nicht zuletzt einem strikten Sparkurs in der Verwaltung geschuldet, bei dem Ausgaben über 200 Euro grundsätzlich geprüft und freigegeben werden müssen.

Beim Großprojekt Umbau des Hofheimer Busbahnhofes sei bereits 2020 der Reset-Knopf gedrückt worden, erinnerte Vogt. Aktuell werde für die Neuplanung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Andere Infrastrukturprojekte habe man neu bewertet und teilweise in die nächsten Jahre verschoben, sofern durch bessere Planung Kosten eingespart werden könnten.

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