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Nach dem Spatenstich zum Erweiterungsbau am Landratsamt in Hofheim gehen die Arbeiten weiter.
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Nach dem Spatenstich zum Erweiterungsbau am Landratsamt in Hofheim gehen die Arbeiten weiter.

Hofheim

Hofheim: Großbaustelle am Landratsamt

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Erweiterung des Kreisverwaltung auf dem Hochfeld in Hofheim soll Ende 2023 abgeschlossen sein. 33 Millionen Euro investiert der Main-Taunus-Kreis in das Projekt.

Dass das Hofheimer Landratsamt durch einen Neubau erweitert werden soll, hat in der Vergangenheit für Diskussionsstoff gesorgt. Anwohner:innen beklagten, sie seien in die Planungen nicht einbezogen worden, bedauerten, dass der künstliche See weichen müsse und ein wichtiges Naherholungsgebiet auf dem Hochfeld verloren gehe. Eine Onlinepetition wurde gestartet, mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben.

Die nachbarschaftlichen Beziehungen seien im Planungsprozess nicht immer optimal gepflegt worden, räumte Landrat Michael Cyriax (CDU) beim Spatenstich für das Neubauprojekt ein. In den vergangenen Wochen sei es jedoch gelungen, „einen ordentlichen Dialog“ mit den Anwohnerinnen und Anwohnern zu führen. Es habe eine Menge konstruktiver Kritik gegeben. „Dafür bedanke ich mich.“

Mittelfristig, versprach Cyriax, werde im Park am Landratsamt wieder ein Areal mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Die Grünanlagen würden neu angelegt, standortgerechte heimische Bäume gepflanzt. Bei der An- und Abfahrt der Baufahrzeuge habe man Anregungen aus der Nachbarschaft berücksichtigt und die Route an die Ostseite verlegt. „Das hält die Lärmbelastung möglichst gering.“

Das Projekt

33 Millionen Euro investiert der Main-Taunus-Kreis in die Erweiterung des Landratsamtes in Hofheim.

250 zusätzliche Arbeitsplätze sollen in dem Anbau, der sich in Richtung Nordwesten erstreckt, geschaffen werden.

Die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist für Ende 2023 geplant

Die Kreisverwaltung hat zurzeit 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Fast 100 von ihnen arbeiten in Containern im Park am Landratsamt, Weitere 100 haben ihre Schreibtische in Bürogebäuden im Hattersheimer Kastengrund. aro

An einer Erweiterung des Landratsamtes führe kein Weg vorbei, betonte Cyriax. Es müsse Platz geschaffen werden für zusätzliche Aufgaben der Kreisverwaltung sowie für Personal, das zurzeit im Verwaltungszentrum im Hattersheimer Kastengrund arbeite. Das Gelände der ehemaligen Tierversuchsanstalt von Sanofi hatte der Landkreis 2015 erworben, um Geflüchtete dort unterzubringen. Die Unterkünfte werden jedoch nicht mehr benötigt. Das Gelände konnte vor zwei Jahren mit einem Gewinn von fast 50 Millionen Euro an den US-Rechenzentrumsbetreiber Digital Reality weiterverkauft werden, der dort einen IT-Campus errichten will. Ein Teil des Geldes werde für den 33 Millionen teuren Neubau verwendet, so Cyriax. Kredite müssten dafür nicht aufgenommen werden.

Die Tiefbauarbeiten haben bereits begonnen. Dort, wo vor wenigen Monaten noch Enten auf dem künstlichen See schwammen und Frösche quakten, wühlen sich jetzt Bagger durchs regennasse Erdreich. Anfang 2022 sollen die Rohbauarbeiten starten. Voraussichtlich Ende 2023 wird der zweistöckige Neubau mit aufgesetztem Akzentbau bezugsfertig sein. Auch die Beschäftigten, die zurzeit in Containern im Park arbeiten, sollen dann in dem Anbau neue Arbeitsplätze bekommen.

Mitte der 1980er Jahre, als das Hofheimer Landratsamt mit seiner imposanten Klinkerfassade errichtet wurde, sei schon ein Baufenster für eine Erweiterung reserviert worden, teilte Cyriax mit. Es werde jetzt für den Neubau genutzt. Trotz Digitalisierung und Homeoffice würden weiterhin auch stationäre Arbeitsplätze gebraucht. Viele Landkreise erweiterten aktuell ihre Verwaltungsgebäude. „Der Main-Taunus-Kreis ist da keine Ausnahme.“

Als ein „starkes Zeichen“ für den Verwaltungsstandort Hofheim wertete Bürgermeister Christian Vogt (CDU) die Erweiterung des Landratsamtes. Das Projekt gebe zudem der lokalen Wirtschaft wichtige Impulse. Der Park am Kreishaus solle weiterhin Ausflugsziel bleiben, versprach Bürgermeister Vogt. Es sei auch daran gedacht, nach der Bauphase zur benachbarten Hochzeitswiese neue Wegeverbindungen zu schaffen.

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