Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Markus Buch ist seit kurzem neuer Vorsitzender des Hofheimer Gewerbevereins IHH.
+
Markus Buch ist seit kurzem neuer Vorsitzender des Hofheimer Gewerbevereins IHH.

Hofheim

Hofheim: Gewerbeverein will aktiver werden

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
    schließen

Markus Buch ist der neue Vorsitzende des Hofheimer Gewerbevereins IHH. Er plant eine Kooperation mit dem City-Marketing und will junge Mitglieder für den Verein gewinnen.

Markus Buch ist keiner, der klagt. Ob das Chinon-Einkaufscenter dem Einzelhandel in der Hofheimer Altstadt die Kundschaft wegschnappt oder das boomende Online-Geschäft für Umsatzeinbußen in den Läden der Fußgängerzone sorgt? Derlei Fragen stehen für den neuen Vorsitzenden des Gewerbevereins „Industrie-Handel-Handwerk“ (IHH) nicht im Mittelpunkt. „Die Lage ist, wie sie ist“, sagt der 58-Jährige, der in den drei Edeka-Märkten der Familie Buch in Hofheim und Hattersheim für Personal und Finanzen zuständig ist. „Ich will in die Zukunft schauen und mit meinen Vereinskollegen und -kolleginnen neue Strategien für das Hofheimer Gewerbe entwerfen.“

Der IHH habe durch die Pandemie finanzielle Blessuren davongetragen, räumt Markus Buch ein. 10 000 Euro, die im vergangenen Jahr in die Vorbereitung des Hofheimer Altstadtfestes investiert wurden, seien verloren, weil das Fest wegen Corona nicht stattfinden konnte, berichtet er. Einzelhandel und Gastronomie hätten längst nicht das Umsatzniveau von 2019 erreicht. Und die Zahl der Vereinsmitglieder – 140 sind es aktuell – könnte auch größer sein.

Dennoch ist Markus Buch optimistisch: „Wir müssen mehr Power hinbekommen“, sagt er. Als Vereinsvorsitzender wolle er sich dafür einsetzen, dass mehr mit dem städtischen City-Marketing zusammengearbeitet wird, gemeinsam Aktionen geplant werden. Demnächst soll im Büro des IHH wieder eine 400-Euro-Stelle besetzt werden. Die neue Kraft im Gewerbeverein soll Ansprechpartner:in sein für Wirtschaftsförderung und Stadtkultur. Friseure, Gastronomiebetriebe und Gesundheitsdienstleister will Markus Buch in den nächsten Wochen ansprechen, um mehr Mitglieder für den IHH zu gewinnen, Jungunternehmer:innen sollen mit ins Boot, die neue Akzente in der Vereinsarbeit setzen.

Mit am wichtigsten sei es, die Kundenfrequenz für den Einzelhandel in der Stadt erhöhen, ist Markus Buch überzeugt. Dies könne durch die Mitwirkung des IHH an Großveranstaltungen wie dem Kreisstadtsommer oder dem Gallusmarkt gelingen, aber auch durch vereinseigene Initiativen wie eine Ausbildungsbörse für das Handwerk oder eine Mobilitätsshow. Nicht nur der Autohandel könnte daran mitwirken sondern auch Anbieter von E-Bikes oder der Rhein-Main-Verkehrsverbund .

Neueröffnungen habe es in der letzten Zeit nur wenige in der Hofheimer Innenstadt gegeben, räumt Markus Buch ein. Das liege aber auch an den hohen Mietpreisen für Ladenlokale. „Darauf haben wir als Verein leider keinen Einfluss.“

Alles in allem, findet der IHH-Vorsitzende, stehe Hofheim zurzeit ganz gut da. Die Kennzahl für die Kaufkraft, die vor Ort gebunden ist, sei mit einem Wert von 120 überdurchschnittlich hoch. „Für das Frankfurter Umland ist das respektabel“, sagt Markus Buch, der sich auch im Regionalvorstand des Frankfurter Einzelhandelsverbandes und der IHK-Vollversammlung engagiert.

Dass die Geschäfte der Hofheimer Innenstadt immer noch keine einheitlichen Öffnungszeiten haben, sei ein Manko, aber wohl nicht zu ändern. „Wir können uns nicht mit dem Main-Taunus-Zentrum vergleichen. Da herrschen andere Bedingungen.“

Am Ende findet Markus Buch dann doch einen Punkt, den er gerne ändern würde. Ein Parkleitsystem fehle in der Main-Taunus-Kreisstadt, sagt er. Und die Parkraumbewirtschaftung laufe nicht optimal. „Wer als Kunde am Automaten das Ticket im Voraus bezahlen muss, ist nicht flexibel, wenn er mal länger einkaufen möchte.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare