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Hofheim: Escape Rooms für Kinder im Stadtmuseum

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Von: Andrea Rost

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Pia Grotsch, Museumspädagogin des Berliner „Alice“-Kindermuseums im Escape Room „Zauberhaus“.
Pia Grotsch, Museumspädagogin des Berliner „Alice“-Kindermuseums im Escape Room „Zauberhaus“. © Michael Schick

Das Hofheimer Stadtmuseum zeigt eine Erlebnis-Ausstellung zum Thema Freiheit. Das Kindermuseum „Alice“ in Berlin hat die fünf Escape Rooms konzipiert. / Von Andrea Rost

Zahlencodes mit Hilfe derer eines der Vorhängeschlösser an der Tür zu knacken ist, Buchstabenkombinationen und andere Hinweise, die helfen, sich aus einem der versperrten Räume zu befreien: Kinder und Erwachsene, die sich in die Erlebniswelt der Ausstellung „Escape to Freedom“ begeben, müssen eine Reihe von Rätseln lösen, ehe sie wieder in Freiheit sind. Dabei läuft die Uhr. 30 Minuten haben die Teams, die aus bis zu sechs Personen bestehen können, Zeit, um alle Hinweise richtig zuzuordnen. Wer das nicht schafft, kann am Ende einen Joker ziehen und bekommt so die Möglichkeit, die Tür rechtzeitig zu öffnen.

Die Ausstellung, die „als kooperatives Echtzeit-Abenteuer“ angekündigt ist, wird am morgigen Sonntag, 6. März, um 11 Uhr im Erdgeschoss des Hofheimer Stadtmuseums eröffnet. Konzipiert wurde sie vom „Alice“-Museum für Kinder im FEZ-Berlin. Hofheim ist die erste Station außerhalb der Bundeshauptstadt, in der die Schau gezeigt wird.

Dass das Thema Freiheit vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs besonders aktuell sei, werde man in Hofheim berücksichtigen, sagte Museumsleiterin Inga Remmers bei einem Pressegespräch. Die Moderatorinnen und Moderatoren, die die Besuchergruppen begleiteten, würden entsprechend geschult.

Gedacht ist die Ausstellung für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Termine für bis zu 30 Personen können gebucht werden – beispielsweise von Schulklassen oder für Kindergeburtstage. Es können sich aber auch kleinere Gruppen oder Einzelpersonen anmelden. Mitmachausstellungen für Kinder habe es in Hofheim bereits mehrere gegeben – etwa zum Thema DDR, Geld oder Tod, sagte Remmers. „Sie waren immer sehr gut besucht.“

In Berlin sei die Ausstellung „Escape to Freedom“ von Herbst 2019 bis Ende 2021 gelaufen und auf großes Interesse gestoßen, berichtete die Museumspädagogin des „Alice“-Museums, Pia Grotsch. Die Anregung, mit Escape Rooms einen Trend aufzugreifen, den ein japanisches Computerspiel vor Jahren ausgelöst hatte, sei von einer dänischen Praktikantin gekommen. „Wir haben Jugendliche in die Konzeption miteinbezogen“, sagte Grotsch. So konnten auch Fördergelder beantragt werden. 150 Mädchen und Jungen arbeiteten mit Profis aus den Bereichen Game-Design, Theater und Bühnenbild zusammen, entwickelten mit ihrer Unterstützung Storys, bauten die Erlebniswelten.

Aus fünf Räumen kann man sich im Hofheimer Stadtmuseum befreien. Die Themen, um die es geht, sind ganz unterschiedlich. Sie reichen vom märchenhaften Zauberhaus, in dem der Zauber eines bösen Magiers gebrochen werden muss, über die Geschichte von Arbeitern, die in einer Fabrik mit giftigen Substanzen 16 Stunden am Tag ausgebeutet werden, bis zum Krankenhaus, in dem Menschen ein Chip ins Gehirn gepflanzt werden soll, um sie über künstliche Intelligenz zu optimieren.

Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte sich im Museum anmelden unter Telefon 06192/202-540, E-Mail an stadtmuseum@hofheim.de. Die Schau läuft bis 7. August. Informationen zum Rahmenprogramm unter www.hofheim.de

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