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Hofheim: Erdwärme für neues Baugebiet in Wallau

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Von: Andrea Rost

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Die Landesenergieagentur Hessen plant im kommenden Jahr Erkundungsbohrungen in Wallau. Neue Wohnungen auf dem Gelände der alten Ländcheshalle könnte dann mit Erdwärme beheizt werden.

Die Landesenergieagentur Hessen wird im ersten Halbjahr 2022 auf dem Gelände der alten Ländcheshalle im Stadtteil Wallau Erkundungsbohrungen durchführen, um das Potenzial für Erdwärme auszuloten. Das teilt die Stadt Hofheim mit. Gebohrt werden soll bis in eine Tiefe von 100 Metern. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Bohrstelle zu besuchen. Sollten wirtschaftlich nutzbare Wärmepotenziale gefunden werden, ist eine Informationsveranstaltung geplant.

Hintergrund der Aktion sind die Pläne der Stadt, auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Gelände der alten Sporthalle ein Wohngebiet zu entwickeln. Sobald die neue Ländcheshalle in Wallau fertiggestellt ist, soll der Altbau abgerissen werden. Für die nachhaltige und ökologische Energieversorgung des geplanten Quartiers seien die Ergebnisse der Geothermiebohrungen von entscheidender Bedeutung, teilte Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) mit. Davon profitieren könnten nicht nur Bauherrinnen und Bauherren, sondern auch andere Immobilienbesitzer in Wallau, die ihre Häuser und Wohnungen aktuell mit Öl heizen.

Neue Ölheizungen dürfen ab 2026 nicht mehr angeschafft, alte nicht mehr repariert werden. Erdwärme könnte dann in dem Hofheimer Stadtteil eine Alternative sein, umso mehr als das Erdgasnetz in Wallau nicht überall ausgebaut ist.

2015 hatte ein zwischen Wiesbaden und Wallau geplantes Geothermiekraftwerk der Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft für Aufruhr gesorgt. Wegen massiver Bürgerproteste waren damals keine Probebohrungen durchgeführt worden. Das Projekt wurde nicht weiterverfolgt.

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