Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hofheim

Hofheim: Diskussion über Corona-Kundgebungen

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
    schließen

Jeden Montag demonstrieren die „Hofheimer Freiheitsboten“ gegen Corona-Auflagen. Vorwürfe des Bündnisses gegen Rechts, die Maskenpflicht werde dabei nicht kontrolliert, weist die Stadt zurück.

Sie nennen sich „Hofheimer Freiheitsboten“ und laden jeden Montag zur Kundgebung auf den Parkplatz am Untertor in der Kreisstadt ein. Die Gruppe sei ein Ableger der „Querdenken-Bewegung“, ist das Bündnis „Deine Stimme gegen Rechts“ im Main-Taunus-Kreis überzeugt. Liest man die Nachrichten und Ankündigungen der „Freiheitsboten“ auf ihrem Telegram-Kanal im Internet, scheint das auch durchaus wahrscheinlich.

Schon sei einigen Wochen gibt es Kritik daran, wie die Stadt Hofheim mit den wöchentlichen Kundgebungen umgeht. Das Bündnis gegen Rechts und die Grünen appellierten an die Ordnungsbehörde, das Tragen von Masken zur Auflage zu machen. Diese Hoffnung sei jedoch enttäuscht worden, teilte Bündnis-Sprecherin Barbara Helfrich mit. Auch am vergangenen Montag seien die offenkundigen Teilnehmer:innen der „Freiheitsboten“-Versammlung wieder auf umliegende Flächen ausgewichen und hätten so weite Teile der Veranstaltung ohne Masken und ohne Abstand verfolgen können.

Polizei und Ordnungsamt seien erst nach mehrfachen Aufforderungen von Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten aktiv geworden. „Es wird Zeit, diesen Spuk zu beenden“, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses. „Maskenpflicht durchsetzen heißt nicht, dreimal freundlich zu bitten und dann schulterzuckend weiterzugehen.“

Es sei unzutreffend, dass die Maskenpflicht bei der Kundgebung am Untertor nicht konsequent durchgesetzt werde, teilte Rathaussprecherin Iris Bernardelli auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit. Für die Veranstaltung sei eine Höchstteilnehmerzahl sowie eine allgemeine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht angeordnet worden. Ordnungspolizei und Landespolizei seien am vergangenen Montag mit großer Mannschaftsstärke im Einsatz gewesen und hätten auf die Einhaltung der Auflagen auch außerhalb des Parkplatzes am Untertor geachtet. Einzelne Personen hätten Atteste vorgelegt, aufgrund derer sie von der Maskenpflicht befreit seien. Im Übrigen, so die Mitteilung aus dem Rathaus, fänden in Hofheim keine „Querdenker-Demos“ statt. Angemeldet würden die Veranstaltungen von Privatpersonen, auch der Begriff „Freiheitsboten“ werde der Versammlungsbehörde gegenüber nicht genannt.

Das Bündnis gegen Rechts hatte für vergangenen Montag spontan einen Gegenprotest angemeldet und sah sich nach Angaben seiner Sprecherin von den Versammlungsteilnehmer:innen wiederholt drangsaliert. Ein Redebeitrag zur Situation auf Intensivstationen, dem Leid der Hinterbliebenen und ausgebrannten medizinischen Fachkräften sei „mit Gelächter und Spott“ kommentiert worden.

Die Stadt Hofheim weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass eventuelle weitere Gegenveranstaltungen nicht mehr spontan geplant, sondern nach Versammlungsrecht ordentlich angemeldet werden müssten. Dies sei dem Bündnis mitgeteilt worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare