Historie

Hofheim ist älter als gedacht

  • schließen

Die Stadtgeschichte muss um neun Jahre korrigiert werden. Eine Urkunde aus dem Jahr 1254 ist aufgetaucht.

Bislang war klar: Die erste urkundliche Erwähnung Hofheims stammt aus dem Jahr 1263. Nun aber hat der Stadtführer und Heimatforscher Joachim Janz herausgefunden, dass das gar nicht stimmt. Bereits neun Jahre früher, 1254, wurde die Stadt erstmals erwähnt. Das Stadtarchiv hat das durch ergänzende Recherchen bestätigt.

Es gibt zwar eine Urkunde von 1263, in der die Brüder Hartmut und Gilbert von Hofheim, ihres Zeichens Frankfurter Bürger, Schenkungen an ein Kloster bezeugen. Eine Abschrift dieser Urkunde liegt im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt.

Doch jetzt ist eine neun Jahre ältere Urkunde aus dem Jahr 1254 aufgetaucht. Joachim Janz entdeckte sie bei Recherchen im sogenannten Onlinefindbuch des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt und informierte das Stadtarchiv Hofheim.

Diese Urkunde regelt den Kauf eines Weinbergs durch die Johanniterkommende in Nieder-Weisel, einem heutigen Stadtteil von Butzbach. Verkäufer waren der Schultheiß Heinrich von Marxheim (im Original Henricus Scultetus de Marpershem) und seine Ehefrau Guda. Der Weinberg wird als zwischen Marbsheym (eine weitere alte Schreibweise für Marxheim) und Hoveheim gelegen beschrieben. Und eben hinter diesem Hoveheim verbirgt sich das heutige Hofheim.

Nicht nur die Kombination der Ortsnamen Marxheim und Hofheim, auch ein Blick auf die Liste der den Kauf bezeugenden Personen zeigt laut Stadtarchiv, dass es sich hier tatsächlich um Hofheim am Taunus handeln muss.

So sind unter den Zeugen nicht nur der Hofheimer Schultheiß Heinrich und sein Sohn, sondern auch ein Konrad von Sulzbach und Hartmut von Kronberg. Eine Verwechslung etwa mit dem heutigen Stadtteil Lampertheims mit gleichem Namen kann praktisch ausgeschlossen werden.  

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare