Hofheim

Geförderte Jobs schaffen

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Der Main-Taunus-Kreis will Langzeitarbeitslose besser vermitteln. Möglich macht das eine Gesetzesänderung des Bundes.

Der Main-Taunus-Kreis will Langzeitarbeitslose in neue staatlich geförderte Jobs vermitteln. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron (FDP) mitteilt, werden 20 Betriebe gesucht, die solche Arbeitsplätze anbieten könnten. Ermöglicht wird das Programm durch eine Gesetzesänderung des Bundes. „Gemeinsam mit aufgeschlossenen Unternehmen wollen wir damit einen Beitrag leisten, die Chancen von Langzeitarbeitslosen im Main-Taunus-Kreis zu verbessern“, so der Sozialdezernent.

Der Main-Taunus-Kreis habe zwar im regionalen und landesweiten Vergleich eine niedrige Arbeitslosenquote, so Baron. Dennoch lege der MTK nicht die Hände in den Schoß: „Mit maßgeschneiderten Ideen entwickeln wir über unser Jobcenter Angebote, um Langzeitarbeitslosen den Weg in den Arbeitsmarkt zu öffnen“. Der Kreis arbeite dabei eng mit Partnern zusammen, etwa den Betrieben, den Kammern und der Agentur für Arbeit.

Hintergrund ist eine Gesetzänderung des Bundes zum neuen Jahr. Demnach sollen staatlich geförderte Jobs Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern. Unter dem Stichwort „sozialer Arbeitsmarkt“ wurde eine neue fünfjährige Langzeitförderung für Arbeitgeber geschaffen. In den ersten beiden Jahren übernimmt der Bund die Kosten der Beschäftigung in voller Höhe, vom dritten Jahr an wird die Förderung schrittweise reduziert. Geboten wird zudem ein spezielles Training des Beschäftigten am Arbeitsplatz; außerdem werden weitere Qualifizierungen des Langzeitarbeitslosen finanziert.

Wie Baron weiter erläutert, unterstützt der Kreis eine bundesweite Kampagne unter dem Motto „Stark. Sozial. Vor Ort.“ Damit machen die insgesamt 104 Kommunalen Jobcenter auf ihre Leistungen aufmerksam. Sie integrieren den Angaben zufolge pro Jahr mehr als 250 000 Menschen in dauerhafte Arbeitsverhältnisse. Im Main-Taunus-Kreis leben derzeit knapp 11 000 Personen von Leistungen aus dem Sozialgesetzbuch II, unter das die Langzeitarbeitslosen fallen. kek

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