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Der Erweiterungsbau des Kreisverwaltung entsteht im Park am Landratsamt. Der künstliche See muss dafür weichen.
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Der Erweiterungsbau des Kreisverwaltung entsteht im Park am Landratsamt. Der künstliche See muss dafür weichen.

Hofheim

Erweiterungsbau am Landratsamt bekommt begrünte Fassade

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der Main-Taunus-Kreis investiert 33 Millionen Euro in ein neues Bürogebäude auf dem Hofheimer Hochfeld. Die Pläne gefallen auch den Anwohnerinnen und Anwohnern. Doch die Sorge um die Parkplätze bleibt.

Vor einigen Wochen haben Architekt Raimund Haubrich und Landrat Michael Cyriax (CDU) erste Pläne für den Erweiterungsbau des Hofheimer Landratsamts vorgestellt. Jetzt gibt es auch Entwürfe, wie die Fassade des Neubaus, der sich in Mäanderform von der Rückseite der Kreisverwaltung in den Park hinein entwickeln wird, aussehen soll. Mit einem hellen Rotton nehmen die Planer in den ersten beiden Geschossen die Farben des 30 Jahre alten Klinkerbaus der Kreisverwaltung auf. Vor die Fassade des neuen Gebäudes haben sie vertikale Lamellen aus Leichtbeton gesetzt. Der darüberliegende zweistöckige Aufbau soll außen begrünt werden.

Landrat Cyriax lobt den Entwurf. Dieser ergänze das bestehende Gebäude, ohne es zu kopieren. Mit seiner teilweise begrünten Fassade füge sich der Neubau sehr gut in die Landschaft am Kreishaus ein.

Durchaus ansprechend finden auch die meisten Anwohner:innen in der Straße Am Kreishaus und in der Habelstraße die Entwürfe. Zufrieden sind vor allem jene, die bisher auf den schmucklosen Containerbau blicken mussten, der seit Jahren im Park am Landratsamt steht und in dem Büros der Kreisverwaltung untergebracht sind, für die kein Platz mehr im Hauptgebäude war.

Dass der Teich, auf dem im Sommer die Enten schwimmen, für die Erweiterung des Landratsamts weichen muss, könne er verschmerzen, sagte Dieter Hack der FR, der dem Neubau zunächst ausgesprochen kritisch gegenübergestanden hatte. Er verstehe, dass die ursprünglich als Löschteich angelegte Wasserfläche ohne natürlichen Zufluss allein schon aus biologischen Gründen nicht in der jetzigen Form erhalten werden könne.

Landrat Cyriax hatte Ende Oktober mitgeteilt, der Teich drohe in den heißen Sommern immer wieder trockenzufallen. Außerdem sei die Folienabdichtung dringend sanierungsbedürftig. Aktuell beschäftigt die Menschen, die rund um das Hofheimer Landratsamt wohnen, noch die Verkehrssituation. Zwar sei die Einfahrt in die neue Tiefgarage von der Frankfurter Straße aus vorgesehen, berichtet Dieter Hack. „Viele Besucherinnen und Besucher der Kreisverwaltung stellen ihre Fahrzeuge aber in den Wohnstraßen ab.“

Mit einer Parkscheibe könne man dort eine Zeitlang kostenlos stehen. Das schränke allerdings die Parkmöglichkeiten für die Anwohner:innen ein. „Hier ausnahmslos Anliegerparken einzuführen, wäre sinnvoll“, findet Hack.

Die Erweiterung des Hofheimer Landratsamts ist nötig, weil längst nicht mehr alle 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Main-Taunus-Kreisverwaltung ihre Schreibtische im Hauptgebäude auf dem Hochfeld haben. Dafür ist der Platz zu knapp. 80 von ihnen arbeiten im Container in der Parkanlage. Die 120 Beschäftigten des Hochbauamts, des Veterinäramts und der Revision des Landkreises haben ihre Büros auf dem Gelände der früheren Tierversuchsanstalt Kastengrund in Hattersheim. Das Areal hatte der Kreis 2016 gekauft, um Flüchtlinge dort unterzubringen. Mittlerweile wurde der Kastengrund für 56 Millionen Euro an den US-Rechenzentrumsbetreiber Digital Reality weiterverkauft, der dort einen IT-Campus errichten will. Mit diesem Geld werden die Baukosten von 33 Millionen Euro für den Neubau am Landratsamt finanziert. Fertig sein soll der Erweiterungsbau mit Arbeitsplätzen für rund 250 Beschäftigte bis Ende 2023.

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