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„Das wird eine coole Geschichte“

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Holger Helmiss (l.) organisiert die Rollschuhbahn für Hofheims „Eiszauber auf Rollen“, Marcel Weinheimer sorgt im Auftrag der Familie Roie für den gastronomischen Part auf dem Kellereiplatz. schmidt
Holger Helmiss (l.) organisiert die Rollschuhbahn für Hofheims „Eiszauber auf Rollen“, Marcel Weinheimer sorgt im Auftrag der Familie Roie für den gastronomischen Part auf dem Kellereiplatz. schmidt © babs

Energiesparender Eiszauber auf Rollen geht am Donnerstag an den Start

Hofheim - Es ist in meinen Augen eine tolle Idee“, sagt Holger Helmiss. Der Event-Veranstalter blickt zuversichtlich der Eröffnung des diesjährigen „Hofheimer Eiszaubers“ entgegen, der den Zusatz trägt „. . . auf Rollen“. Von den Schlittschuhen auf Rollschuhe umzusteigen, um das große sportliche Freiluft-Vergnügen in der Advents- und Weihnachtszeit trotz Energiekrise erhalten zu können, ist für die Stadt und Helmiss deutlich mehr als eine Notlösung.

„Rollschuhfahren hat nicht nur durch RTL II einen neuen Boom erfahren“, weiß der Event-Manager und spielt damit auf die Show „Skate Fever“ des Fernsehsenders an. Weil die Bahn so weiß ist, als wäre sie aus Eis, soll zudem auf dem Kellereiplatz auch auf Rollen ein bisschen Winter-Illusion geweckt werden. „Das Laufgefühl ist natürlich ein anderes“, räumt Helmiss ein, er glaube aber, „wir setzen damit auf das richtige Pferd“.

Die Alternative, nichts zu machen, kam auch für die Stadt nicht in Frage. Gerade „angesichts der krisenhaften Zeiten“ habe die Stadt einen Treffpunkt bieten wollen, „der Spaß, Wärme, Leckereien und gute Gespräche verspricht“, lässt Bürgermeister Christian Vogt verlauten. Mit der Familie Roie sind beim Eiszauber auf Rollen neben Helmiss in der Kreisstadt wohlbekannte Schausteller mit im Boot.

PREISE UND ÖFFNUNGSZEITEN

Das Vergnügen auf der Rollschuhbahn kostet pro Person 5,50 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen 5 Euro. Ein bisschen billiger wird’s nicht im Dutzend, sondern mit einer Zehnerkarte, die kostet 50 beziehungsweise 45 Euro. Geöffnet hat die Rollschuhbahn montags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr. Auch an Heiligabend (11 bis 16 Uhr), den beiden Weihnachtstagen (13 bis 20 Uhr) und an Silvester (11 bis 16 Uhr) sowie Neujahr (13 bis 20 Uhr) lockt das Vergnügen.

Rollschuhe werden in den Größen 28 bis 48 verliehen, die Leihgebühr pro Paar beträgt sechs Euro, zudem ist ein Pfand zu hinterlegen. babs

Für alle Beteiligten ein Muss: Es sollte so wenig Energie wie möglich eingesetzt werden müssen. „Die braucht man bei der Eisbahn ja nicht nur für das Eis, sondern auch fürs Abtauen“, erläutert Helmiss. Zwar habe er die Eisbahn-Technik schon optimiert gehabt, was den Energieverbrauch angehe, doch mit einer Rollschuhbahn sei das natürlich kein Vergleich. Auch bei der Beleuchtung ist Sparsamkeit Trumpf: „Wir haben alle Lichter auf LED umgestellt“, sagt der Veranstaltungsfachmann, der zugesteht, „man fragt sich ein Stück weit: Warum jetzt erst“.

Wer eigene Rollschuhe hat oder dafür anschaffen möchte (gibt’s im Handel für rund 60 Euro), kann sie nutzen. Für alle, die keine besitzen, stehen Leih-Exemplare zum Preis von 6 Euro bereit. Ganz wichtig: Inliner sind nicht erlaubt. Die Art der Bewegung sei einfach zu unterschiedlich, beides zu nutzen sei so auf einer Bahn nicht organisierbar, meint Helmiss. Inliner seien deutlich schneller, mit Rollschuhen bewege man sich dagegen dynamischer, „das ist eher ein ,cool move’“. Neben der Rollschuhbahn wird es auch ein „Eisstockschießen“ auf weißem Kunststoffbelag geben. Ein Kinderkarussell für die Kleinsten, eine Alm-Hütte, Gastronomie- und Verkaufsstände runden das Angebot auf dem Kellereiplatz ab. Mehrere Hofheimer Gastronomen haben sich außerdem zusammengetan, um auf dem Tivertonplatz für noch mehr Adventsstimmung zu sorgen. Dort öffnet vom 2. Dezember an immer freitags und samstags von 18 bis 22 Uhr der „Hofheimer Glühweingarten“. Die 15 mal 35 Meter große Rollschuhbahn geht bereits in dieser Woche in Betrieb. Am Donnerstag, 24. November, fällt der Startschuss mit einem kostenlosen „Pre-Opening“ von 15 bis 17 Uhr. Bis zum 8. Januar währt dann das Vergnügen.

Holger Helmiss ist gespannt, wie die Bahn ankommt. Für ihn ist das Ganze auch ein Testlauf, denn er könnte sich gut als Ergänzung zur Eisbahn im Winter dann eine Rollschuhbahn im Sommer in Hofheim vorstellen. Und auch wenn’s in diesem Winter mit dem Eis nicht klappt, ist er doch sicher: „Es wird eine coole Geschichte“.

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