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Commerzbank verkleinert Filialnetz im Main-Taunus-Kreis

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Von: Andrea Rost

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Die Commerzbank hat nur noch vier Standorte im Main-Taunus-Kreis. Der Aktien- und Immobilienboom sorgte 2021 dennoch für ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Nach der Schließung ihrer Filiale in Schwalbach im September 2021 ist die Commerzbank aktuell noch an vier Standorten im Main-Taunus-Kreis vertreten: in Hofheim, Eschborn, Kelkheim sowie in Bad Soden. Dort ist neben der Filiale für Privatkunden in der Königsteiner Straße auch das Wealth Management für Unternehmen angesiedelt.

Durch Filialschließungen habe die Commerzbank auch im Main-Taunus-Kreis Kundinnen und Kunden verloren, räumte René Zinser bei einem Pressegespräch ein. Der Rückgang sei aber weitaus geringer gewesen als befürchtet. Zudem wolle das Kreditinstitut künftig einen Schwerpunkt bei der Beratung vermögender Kundinnen und Kunden setzen. Es ist der Bereich, für den René Zinser als Mitglied der Geschäftsleitung in und um Frankfurt verantwortlich sein wird.

Geschäftszahlen

42 400 Kunden hatte die Commerzbank im Main-Taunus-Kreis 2021. Das ist ein Minus von 7,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

Das Geschäftsvolumen lag mit 2,03 Milliarden Euro um 11,5 Prozent über dem von 2020. Das Kreditvolumen stieg um 14 Prozent auf 672 Millionen Euro. Das Depotvolumen betrug 647 Millionen Euro (plus 27 Prozent).

Eine hohe Nachfrage nach Immobilien und Wertpapieren hat das Geschäftsjahr 2021 der Commerzbank im Main-Taunus-Kreis geprägt. Besonders beliebt waren den Angaben zufolge Wertpapiersparpläne. Ihre Zahl stieg um 20 Prozent. Jeder vierte neu abgeschlossene Wertpapiersparplan sei eine Investition in nachhaltige Produkte gewesen, berichtete Zinser. „Unsere Kunden trauen sich verstärkt an das Thema Geldanlage heran.“ Aus gutem Grund: Wer sein Geld angesichts der hohen Inflationsrate zurzeit unverzinst auf dem Girokonto liegen lasse, verliere deutlich mehr an Vermögen als in den vergangenen Jahren.

In Höhe von 106 Millionen Euro wurden 2021 bei der Commerzbank im Main-Taunus-Kreis Baufinanzierungen abgeschlossen. Das Neugeschäft stieg um 13 Prozent. Jeder vierte Kreditvertrag war dabei eine „grüne Baufinanzierung“ – beispielsweise für energieeffiziente Häuser oder Immobilien mit Solaranlagen auf dem Dach. Die Commerzbank gewährt für solche Projekte einen Zinsrabatt von 0,1 Prozentpunkten.

Beratungsgespräche zu Geldanlagen und Baufinanzierungen werden weiterhin in den Filialen geführt oder telefonisch beziehungsweise mittels Videokonferenz über das in Frankfurt angesiedelte Beratungscenter der Commerzbank abgewickelt. Aktuell gibt es drei solcher Zentren in Deutschland, zwölf sollen es werden.

Ihre alltäglichen Bankgeschäfte erledigen die Commerzbank-Kundinnen und -Kunden immer öfter digital. „Das Smartphone ist längst zur Bank in der Hosentasche geworden“, sagte René Zinser. Die Zahl der Banking-App-Nutzer sei im vergangenen Jahr im Landkreis um 15 Prozent gestiegen.

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