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Bücherei und Chinon-Center ohne Solardach

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Magistrat erklärt Ablehnung

Hofheim - Große Flachdächer öffentlicher und privater Gebäude scheinen sich anzubieten für die Montage von Solaranlagen. In der Hofheimer Stadtmitte fallen zum Beispiel das Chinon-Center und der Gebäudekomplex ins Auge, in dem die neue Bücherei untergebracht ist. Aber der Magistrat winkt ab.

Zum Bücherei-Komplex hat der Magistrat die Eigentümerin gefragt - und das ist die städtische Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft (HWB). Und die berichtet, dass auf dem Gebäude der Sparkasse bereits eine Photovoltaikanlage installiert ist, die den Strom für die elektrischen Anlagen im Haus liefert, auch für die Heizung. Auf den beiden anderen Gebäuden aber gebe es begrünte Dächer, die für die Biodiversität wichtig seien. „Die blütenreiche Begrünung kommt den Insekten in der Vegetationsperiode zugute“, heißt es. Bürgermeister Christian Vogt (CDU) fällt ein anderes Hindernis ein: Es habe Beschlüsse zur maximalen Höhe der Gebäude gegeben, sagt der Rathauschef. Diese müssten gegebenenfalls geändert werden.

Das Chinon-Center wiederum gehört privaten Investoren. Die haben die Stadt wissen lassen, dass Mieter sehr wohl Aufbauten wie Solaranlagen installieren könnten - im Falle der Parkflächen auf dem Dach wäre das die städtische Hallen- und Parkhaus GmbH. Aber die hat keine Lust, sich bei der Solarenergie zu engagieren - ein solches Projekt würde erhebliche Kosten bedeuten, aber keine Umsätze bringen.

Magistrat und Stadtverordnete scheinen diese Unwilligkeit ihres eigenen Unternehmens zu akzeptieren. Der Magistrat erklärte, wirtschaftlich erschließbare Potenziale gebe es bei Wohnhäusern und Gewerbeimmobilien. Der Umweltausschuss ließ die Ausführungen unkommentiert. bt

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