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Wer am Lorsbacher Bahnhof aussteigt, muss starke Arme haben.

Hofheim

Bahn soll umbauen

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Der Lorsbacher Bahnhof könnte barrierefrei werden. Dies wird aber nicht vor 2021 geschehen.

Fahrradfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Senioren und Fahrgäste mit umfangreichem Gepäck haben es in Lorsbach schwer: Erst geht es eine steile Treppe herunter, dann eine steile Treppe wieder hinauf. Seit Jahren wird deshalb über die barrierefreie Umgestaltung des Bahnhofes diskutiert. 2014 wurde das Projekt allerdings auf Eis gelegt, weil die Stadt dafür kein Geld ausgeben konnte. Die Planungen wurden lediglich soweit abgeschlossen, dass sie jederzeit wieder aufgenommen werden können.

Jetzt gibt es neue Hoffnung, dass der Bahnhof in dem Hofheimer Stadtteil doch noch so ausgebaut wird, dass auch Menschen, die nur eingeschränkt mobil sind, gut zu den Bahnsteigen der S-Bahn-Linie 2 gelangen können.

Einstimmig hat das Parlament vor kurzem entschieden, dass der Magistrat mit der Deutschen Bahn Verhandlungen führen soll, dass diese die Bauherrschaft für den barrierefreien Umbau der Bahnstation übernimmt und die Planungen wiederaufgenommen werden.

Hintergrund ist, dass der Landesrechnungshof gefordert hat, dass Landeszuschüsse für den Umbau von Bahnhöfen nur dann gewährt werden sollen, wenn die Bahn die Bauarbeiten selbst durchführt. In einem Schreiben an den Hofheimer Magistrat hat der DB-Konzernbevollmächtigte für das Land Hessen dies auch für den Lorsbacher Bahnhof angeboten.

Federführend für Planung und Umsetzung des Vorhabens wäre dann die DB Netz. Die Stadt Hofheim würde sich an dem Projekt finanziell beteiligen. Dass der Bahnhof in naher Zukunft barrierefrei wird, ist nicht zu erwarten. Nach Angaben aus dem Hofheimer Rathaus ist die DB Netz so stark ausgelastet, dass ein Planungsbeginn für die Arbeiten an der S-Bahn-Station in Lorsbach nicht vor 2021 vorgesehen ist.

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