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Multifunktionale Halle soll Bedarf decken

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Institut erstellt Entwicklungsplan für Sportstätten und schlägt auch Sanierung der Richard-Basting-Anlage vor

Hochheim - Hochheim hat Nachholbedarf bei seinen Sportanlagen. Zu diesem Schluss kommt das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) in seinem Entwicklungsplan für die Wein- und Sektstadt. Die Experten haben die drei Sportplätze, fünf Sporthallen sowie das Hallenbad unter die Lupe genommen und 16 Hochheimer Vereine befragt. Die Verwaltung lieferte die geschätzten Kosten für Lösungsansätze. 4622 Hochheimerinnen und Hochheimer waren im Jahr 2021 als Mitglied in einem Sportverein gemeldet - rund ein Viertel aller Einwohnerinnen und Einwohner. Einen Mehrbedarf an Sportkapazitäten sehen die Vereine vor allem bei den Sporthallen, wo 48 Stunden pro Woche an Belegzeiten fehlen. Im Schwimmbad bestehe ein Bedarf von 50 weiteren Wochenstunden.

Während die Sporthallen stark ausgelastet sind, herrsche bei den Sportplätzen eine normale Auslastung, urteilt das ISE. Die Kombination von Kunstrasen- und Rasenplätzen ermögliche einen ganzjährigen Spielbetrieb. Das ISE rät dazu, die Sporthallenkapazitäten auszuweiten und dabei die vom Main-Taunus-Kreis geplante Schulsporthalle an der Astrid-Lindgren-Schule als Entlastung zu berücksichtigen. Da die städtischen und vereinseigenen Hallen den Bedarf des Schul- und Vereinssports nicht abdecken, wird die Planung einer multifunktional nutzbaren Sporthalle empfohlen. Die Hochheimer Verwaltung gibt an, dass der Erhalt der Sporthallen mit 50 000 Euro pro Sporthalle im Jahr zu Buche schlägt. Der Anbau eines Mehrzweckraums an die Georg-Hofmann-Halle würde die Stadt 3 Millionen Euro kosten. Auch der Schwimmbetrieb erfordert Investitionen: 1,5 Millionen Euro fallen an, um den undichten Beckenkopf im Hallenbad zu sanieren. Um den zusätzlichen Bedarf von 50 Wochenstunden in der Schwimmhalle abzudecken, müsste die Anlage für rund 2,5 Millionen Euro um ein Bewegungsbecken erweitert werden.

Der Entwicklungsplan hält fest, dass viele Hochheimerinnen und Hochheimer die Sportanlagen und öffentliche Freiflächen für Individualsport nutzen. Als beliebteste Flächen listet die Übersicht das Weihergelände, das Wegenetz in der Nähe des Mains sowie das Gebiet um den Käsbach auf. Diese kostenfreie Bewegungsräume seien wichtige Bestandteile des sportlichen Lebens im Stadtgebiet und sollten durch Trainingsgeräte attraktiver gestaltet werden. Zudem empfehlen die Verfasser des Entwicklungsplans die kontinuierliche Sanierung der Richard-Basting-Sportanlage.

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