Hochheim, im Bild: Mittelaltermarkt / historisches Markttreiben, Lagerfeuer / Feuerstelle / Feuer erwärmt die Besucher, Foto: Michael Schick
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Der Hochheimer Markt zog in coronafreien Zeiten immer die Massen an.

Traditionsfest

„Hochheimer Herbst“: Wegen Corona soll es statt Volksfest einen Krammarkt geben

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der „Hochheimer Herbst“ mit 50 Marktbeschickern gilt als Spezialmarkt und darf deshalb auch in Corona-Zeiten abgehalten werden. Ein Ersatz für das Traditionsfest Hochheimer Markt ist er nicht.

  • Den Hochheimer Markt in seiner ursprünglichen Form wird es dieses Jahr wegen Corona nicht geben.
  • Als Alternative soll es jedoch einen anderen Markt geben.
  • Der „Hochheimer Herbst“ fällt deutlich kleiner aus und mit einigen Einschränkungen.

Den Hochheimer Markt, eines der größten Volksfeste Deutschlands mit jahrhundertelanger Tradition, wird es in diesem Jahr nicht geben. Bereits im Sommer sagte die Stadt das Spektakel, das jedes Jahr Anfang November eine halbe Million Menschen in die kleine Stadt am Main zieht, wegen der Corona-Pandemie ab.

Damit vor allem die Hochheimer nicht ganz auf das herbstliche Marktflair verzichten müssen, soll es am Wochenende vom 23. bis 25. Oktober aber eine deutlich kleinere Veranstaltung geben. Als Krammarkt fällt der „Hochheimer Herbst“ nicht unter die Corona-Verordnung, die Landrat Michael Cyriax (CDU) Anfang der Woche wegen steigender Infektionszahlen im Landkreis erlassen hatte. Es gelten die Regelungen wie für Wochenmärkte. Das bedeutet, das Areal muss groß genug sein, damit der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Besucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und in Gruppen dürfen nicht mehr als fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen unterwegs sein.

Hochheimer Herbst: Per Los wurde entschieden, wer auf dem Markt verkaufen darf

Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) ist sich sicher, dass diese Vorgaben auf dem Krammarkt eingehalten werden können. Statt 700 Händler, die üblicherweise zum Hochheimer Markt kommen, werden in diesem Jahr gerade einmal 50 Marktbeschicker ihre Verkaufsstände auf dem Gelände am Weiher aufbauen.

Das für den Krammarkt vorgesehen Areal sei so groß wie ein Fußballfeld, erklärte Westedt im Gespräch mit der FR. Bis zu 1000 Besucherinnen und Besucher fänden darauf Platz. Auf Fahrgeschäfte verzichtet man in diesem Jahr gänzlich. Lediglich ein Kinderkarussell wird es geben. Das Schutz- und Hygienekonzept ist mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Die Marktbeschicker, die zum „Hochheimer Herbst“ kommen sind die, mit denen die Stadt schon seit Jahren zusammenarbeitet: Warme Socken bieten sie an, Gartengeräte, Blumenzwiebeln, Lammfellprodukte und Werkzeug. Weil das Interesse der Verkäufer größer war als die verfügbaren Standplätze musste teilweise das Los entscheiden, wer beim Krammarkt mitmachen kann.

Hochheimer Herbst trotz Corona: Bis zu 100 Besucher*innen auf Imbissplatz erlaubt

In einem eigens abgetrennten Bereich werden zehn Imbissstände aufgebaut. Bis zu 100 Besucherinnen und Besucher sind nach der neuen Corona-Verordnung auf dieser Fläche zugelassen.

Außerdem öffnet an allen drei Veranstaltungstagen der Weinprobierstand, an dem Hochheimer Winzer Wein und Sekt ausschenken. Wer ihn besuchen möchte, muss seine Kontaktdaten hinterlassen damit im Infektionsfall eine Nachverfolgung möglich ist. (Andrea Rost)

Geöffnet ist der Krammarkt „Hochheimer Herbst“ von Freitag, 23. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober von 11 bis 18 Uhr. Imbissbunden und Weinprobierstand schließen um 22 Uhr.

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