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Die Leiterin des Kelkheimer Kulturamtes, Beate Matuschek, inspiziert das Museum.
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Die Leiterin des Kelkheimer Kulturamtes, Beate Matuschek, inspiziert das Museum.

Museum Kelkheim

Hobel ausblasen für Anfänger

Die kleinen Besucher können im Kelkheimer Möbel-Museum bald selbst den berühmten Hobel ausblasen und Holz anbohren. Von Jöran Harders

Von Jöran Harders

Nicht mehr nur gucken dürfen Kinder ab sofort in der Sammlung für Möbelhandwerk und Stadtgeschichte in der Frankfurter Straße. Für 5500 Euro wurde ein so genannter museumspädagogischer Arbeitsplatz eingerichtet, an dem Kinder Material vorfinden, mit dem sie unter Anleitung verschiedene Techniken des Möbelhandwerks ausprobieren oder Möbel- und Fachwerkmodelle konstruieren können.

Zuständig für das Angebot ist die Museumsmitarbeiterin Marianne Bopp, die eigens eine museumspädagogische Zusatzausbildung absolviert hat. "Früher mussten Kinder im Museum leise sei und durften nichts anfassen", sagt Bopp. Heute werde auch dort immer häufiger Aktion und Interaktion gefordert und auch geboten. Zwar sind viele empfindliche Exponate im Kelkheimer Museum nach wie vor durch Vitrinen geschützt; andere Dinge, vor allem alte Werkzeuge der Möbelschreiner wurden aber aus dem Museumsarchiv geholt und sollen künftig von den Kindern benutzt werden.

Bei der Auswahl der Materialien hat sich das Museum von dem Schreiner Manfred Swoboda beraten lassen. "Die Kinder sollen einen alten Drehbohrer und einen modernen Akkuschrauber in die Hand nehmen und sehen, wie viel leichter die Arbeit mit modernem Werkzeug ist", erklärt Swoboda, warum sich an dem Kinder-Arbeitsplatz auch einige neue Geräte befinden.

Tätig werden können die jüngsten Museumsbesucher an einer historischen Werkbank aus den 20er Jahren, die mit Rollen versehen wurde. Bei Bedarf wird sie mitten im Museum platziert. Denn für einen eigenen Raum für die Kleinsten wäre im nur etwa 260 Quadratmeter großen Kelkheimer Museum nicht nur kein Platz gewesen - er war auch gar nicht gewünscht. Denn wenn sich die Kinder in Sichtweite der Exponate beschäftigten, komme das Interesse für die Ausstellung ganz von selbst, hofft die Kulturreferentin der Stadt, Beate Matuschek.

"Kinder sind Türöffner für ein Museum und nehmen auch den Erwachsenen die Schwellenangst", meint Matuschek. Zum Einsatz kommen soll der museumspädagogische Arbeitsplatz unter anderem bei Museumsführungen zum Mitmachen und beim "Museumsspaß am Donnerstag", einer Veranstaltung für Kinder an jedem dritten Donnerstag im Monat. Das Geld für die neueste Errungenschaft des Museums kam vom Kelkheimer Lions-Club, der im Rahmen seines Projekts "Kindergarten plus" speziell etwas für Kindergarten- und Grundschulkinder tun will.

Künftig soll das Kinderprogramm im Museum noch ausgebaut werden. Eine Broschüre, die die einzelnen Angebote vorstellen soll, wird zurzeit vorbereitet.

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