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Hilfe für junge Familien

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Schon seit einiger Zeit beobachtet Eschborns Erster Stadtrat: Wird ein alleinstehendes Haus frei, ziehen junge Paare mit Kindern ein. Auch Kriftel wirbt mit günstigen Grundstücken um Familien.
Schon seit einiger Zeit beobachtet Eschborns Erster Stadtrat: Wird ein alleinstehendes Haus frei, ziehen junge Paare mit Kindern ein. Auch Kriftel wirbt mit günstigen Grundstücken um Familien. © ddp

Schon seit einiger Zeit beobachtet Eschborns Erster Stadtrat: Wird ein alleinstehendes Haus frei, ziehen junge Paare mit Kindern ein. Auch Kriftel wirbt mit günstigen Grundstücken um Familien.

"Eschborn ist für Familien attraktiv." Davon ist Erster Stadtrat Mathias Geiger (FDP) überzeugt. Immerhin habe die Stadt einiges zu bieten, beispielsweise ein gutes Betreuungsangebot für Kinder, ein Freibad, ein Hallenbad und Sportplätze. Schon seit einiger Zeit sei zu beobachten: Wird irgendwo ein alleinstehendes Haus frei, ziehen überwiegend junge Paare mit ihren Kindern ein.

Doch nicht jeder kann sich das leisten. "Es gibt junge Familien, die in den ersten Jahren erst mal klamm sind", weiß Geiger. Die Stadt möchte aber auch diesen die Chance auf Wohneigentum geben. Seit 2007 verkauft Eschborn daher in der Bettina-von-Arnim-Straße im Baugebiet "Schwalbacher Höhe" Grundstücke für Reihenhäuser zu besonderen Konditionen: Baugrund für 20 Prozent unter Bodenrichtwert.

Der Erste Stadtrat spricht von einer "guten Nachfrage". Acht der neun Grundstücke von 150 bis 300 Quadratmeter seien verkauft. Wer das letzte Grundstück haben will, kann sich unter 06196/ 490213 oder unter 06196/490132 melden. Bewerben dürfen sich Eltern mit einem Kind unter zehn Jahren oder zwei Kindern unter 15 Jahren - bevorzugt aus Eschborn. Eine Einkommensgrenze hat die Stadt nicht festgelegt, sie fordert jedoch einen Finanzierungsplan. Denen, die in der Bettina-von-Arnim-Straße nicht mehr zum Zuge kommen oder für die ein eigenes Haus erst in ein paar Jahren infrage kommt, will Geiger derzeit keine Versprechungen machen: "So viele Baugebiete haben wir nicht mehr." Und nicht überall passen Reihenhäuser hin.

Ob irgendwo noch einmal Familien kostengünstiger Grundstücke angeboten werden können, "müssen wir sehen". Eschborn ist im Main-Taunus-Kreis nicht die einzige Kommune, die sich bemüht, Familien zum Eigenheim zu verhelfen. Auch Kriftel ist aktiv; dort allerdings mit einem anderen Weg: Seit 2006 gibt es einen Fördertopf mit jährlich 45000 Euro. Diese Mittel sind auch im Etatentwurf für 2010 vorgesehen. Ehepaare, die sich ein Kind wünschen, und Eltern mit Kindern können aus dem Fördertopf einen Zinszuschuss bekommen und sich so den Traum vom Eigenheim erfüllen. Wer nicht neu bauen will, kann vorhandenes Eigentum kaufen.

Die Höhe der Förderung ist abhängig von Kinderzahl und Einkommen. Ändert sich das Einkommen, ändert sich der Zinszuschuss. "Das ist ein flexibles System", sagt Bürgermeister Christian Seitz (CDU). Aktuell fördert die Stadt zehn Paare und Familien. Das Fördervolumen ist damit nicht voll ausgeschöpft. Etwa fünf weitere Förderungen seien noch möglich. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie hoch die gewährten Zuschüsse sind. Interessenten aus Kriftel können sich unter Tel. 06192/ 400433 melden. (kpr)

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