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Hofheim

Hessens beste Realschule

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Die Elisabethenschüler liegen im Notendurchschnitt vorn

Die Eli ist die beste hessische Realschule." Diese Nachricht machte Ende vergangener Woche in Hofheim die Runde. Wie jedes Jahr hatte die Industrie- und Handelskammer die Ergebnisse der landesweiten Abschlussprüfungen verglichen. Und erneut hatten die Schüler der privaten Hofheimer Realschule die Nase vorn - und zwar deutlich: Lag der Notenschnitt für Deutsch, Englisch und Mathematik in den Realschulabschlussklassen landesweit zwischen 2,8 und 3,6, so erreichten die Elisabethenschüler Durchschnittsnoten von 1,9 bis 2,2.

Schulleiter Manfred Lorenz hat die Nachricht vom guten Abschneiden seiner Schüler eine Flut von Anrufen beschert. Nicht nur Pressevertreter geben sich seither im Schulgebäude in der Rossertstraße die Klinke in die Hand, auch zahlreiche Eltern baten im Sekretariat um einen Gesprächstermin. "Manche Leute fragen nach einem Schulplatz, obwohl die Kinder erst in der zweiten oder dritten Klasse der Grundschule sind", wundert sich Lorenz.

Über mangelnden Zulauf kann sich die Elisabethenschule ohnehin nicht beklagen. 90 Plätze sind pro Jahrgang zu vergeben, drei Mal so viele Anfragen für die fünften Klassen gab es zum vergangenen Schuljahr. Dass nach Zeugnisnoten entschieden und nur die besten Schüler - viele davon mit gymnasialer Eignung - aufgenommen würden, will Lorenz nicht bestätigen. "Wir versuchen uns von jedem Bewerber selbst ein Bild zu machen, führen Aufnahmegespräche mit den Kindern, und wir sehen es gerne, wenn Schule und Elternhaus gemeinsam an einem Strang ziehen", erklärt er. Das sei schon deshalb wichtig, weil die Elisabethenschule als christlich geprägte Schule Religion als Pflichtfach im Stundenplan vorsehe.

Schlussendlich sei es ein Lotteriespiel, wer zum Zuge komme und wer nicht. 50 Prozent Hofheimer Kinder sollten es pro Jahrgang sein, dieses Ziel hat sich die Elisabethenschule selbst gesetzt. Die übrigen Schüler kommen aus dem ganzen Main-Taunus-Kreis, aus den westlichen Frankfurter Stadtteilen und aus Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis).

Eher konservatives Konzept

Die Klassen, in denen die Elisabethenschüler unterrichtet werden, sind mit gut 30 Schülern nicht gerade klein, das pädagogische Konzept der Hofheimer Realschule ist mehr konservativ denn innovativ. Trotzdem sind die Leistungen der Schüler in den Abschlussklassen konstant gut. Zwei Drittel der Zehntklässler wechseln auf eine Gymnasiale Oberstufe, aufs berufliche Gymnasium oder auf eine Fachoberschule. Die übrigen finden Lehrstellen in und um Hofheim. Noch nie habe ein Schüler die Elisabethenschule ohne Abschluss verlassen, sagt Manfred Lorenz.

Das Geheimnis des Erfolgs? "Das gibt es eigentlich nicht", sagt der Schulleiter. "Wir sind eine ganz normale Schule im Ballungsraum, Spiegel der Gesellschaft wie alle Schulen und unsere Schüler haben die gleichen Probleme wie andere Jugendliche auch." Der Unterschied liege womöglich in der überschaubaren Größe. 580 Schüler werden an der "Eli" von 44 Lehrern unterrichtet. "Da kann man individuell betreuen und man merkt schneller, wenn es irgendwo klemmt."

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