Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hofheimer Theatervaganten

Ein Hauch von Wiener Burgtheater

Die Theatervaganten führen Roland Schimmelpfennigs Stück "Die Frau von früher" auf. Es hatte seine Uraufführung am Wiener Burghtheater. Von Barbara Helfrich

Von BARBARA HELFRICH

Er steht in der Tradition der klassische Tragödie und verbindet sie mit Slapstick-Elementen - das reizte die Hofheimer Theatervaganten am modernen Dramatiker Roland Schimmelpfennig. Seit anderthalb Jahren arbeiten sie an seinem Stück "Die Frau von früher". Am Freitag, 3. April, ist Premiere in der Hofheimer Stadthalle.

"Das Stück ist nicht nur unterhaltsam und hat kein glückliches Ende", sagt Barbara Kaufmann, die als Ehefrau Claudia auf der Bühne steht. "In meiner Rolle konnte ich mich richtig ausleben, auch laut und ordinär werden."

Im Stück geht es um Liebe und Tod, Verrat, Träume und Erinnerungen: Plötzlich steht die Jugendliebe von Claudias Ehemann Frank, gespielt von Torsten Blume, vor der Tür. Sie fordert nach 25 Jahren die Treue ein, die Frank ihr einst geschworen hat, und erschüttert damit die Ehe der beiden.

Auftragsarbeit für das Wiener Burgtheater

Das Stück "Die Frau von früher" war eine Auftragsarbeit für das Wiener Burgtheater und wurde 2004 uraufgeführt. Autor Schimmelpfennig, geboren 1967, ist einer der meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatiker.

Die Hofheimer Amateurtruppe Theatervaganten gibt es seit 2002. Ein gutes Dutzend Hobby-Schauspieler gehört dazu. Manche von ihnen brachten schon Bühnenerfahrung mit, andere waren ambitionierte Neulinge. Zwischen Mitte 20 und Anfang 60 sind die Laienspieler. Regie führt Hilde Brand: "Wie sehr sich diese Theatergruppe in immer wieder neuer Besetzung weiterentwickelt hat, macht mir große Freude." Ihr Anliegen ist es, "eine Inszenierung nicht nur schlicht nach Vorlage" auf die Bühne zu bringen.

Debüt "Auf hoher See

"Die Frau von früher" ist das dritte Stück, das die Theatervaganten aufführen. Ihr Debüt hatten sie 2003 mit dem Werk "Auf hoher See" von Slawomir Mrozek. Drei Jahre später führten sie Edward Albees "Alles im Garten" auf. Für jede Inszenierung lassen sich die Theatervaganten viel Zeit - denn geprobt wird nur einmal wöchentlich, die meisten Freizeitschauspieler sind berufstätig. Bei Amateurtheatern müsse man zudem auch immer Unvorhergesehenes einkalkulieren, sagt Barbara Kaufmann. So bekam einer der Schauspielerinnen während der Proben für das aktuelle Stück ein Baby und fiel deshalb aus.

Die Hofheimer Theatervaganten wollen eine Inszenierung bieten, die sich mit der professionellen Konkurrenz messen lassen kann. Reiner Lauer, Vorsitzender der ehrgeizigen Amateurgruppe, ist kurz vor Ende der Proben für "Die Frau von früher" zuversichtlich: "Ich sehe hier in der Stadthalle viele Gastspiele von Profis. Da kann unsere Aufführung absolut mithalten."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare