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Zum Jubiläum eine Veranstaltungsreihe

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Anlaufstelle für Obdachlose ist die Facheinrichtung Sankt Martin an der Frankfurter Straße, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. nietner
Anlaufstelle für Obdachlose ist die Facheinrichtung Sankt Martin an der Frankfurter Straße, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. nietner © Hans Nietner

Caritas-Einrichtung Sankt Martin am Autoberg hat in 20 Jahren zahlreichen Menschen in Notlagen geholfen

Hattersheim - Bekanntlich feiert das Haus Sankt Martin am Autoberg in diesem Frühjahr seinen 20. Geburtstag. Die Hauptaufgabe der Caritas-Einrichtung an der Frankfurter Straße ist die Beratung und Begleitung von Menschen in Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot sowie in prekären Wohn- und Lebensverhältnissen. Auch die Verhinderung von Obdachlosigkeit zählt zu den Aufgaben der Facheinrichtung. Durch die Errichtung der integrierten Facheinrichtung mit Tagesaufenthalt, Beratungsstelle, Übernachtungswohnheim sowie ambulanten betreuten Wohnen im Jahr 2003 konnte die Qualität der Wohnungsnotfallhilfe im Main-Taunus-Kreis deutlich verbessert werden. Zahlreichen wohnungslosen und armutsbetroffenen Menschen konnte so in den vergangenen zwei Jahrzehnten von der Caritas-Einrichtung geholfen und damit auch neuen Lebensmut sowie Perspektiven gegeben werden.

Neben dem „Kerngeschäft“ spielen die Kunst und die Kultur im Haus Sankt Martin bei der Integration von „Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten“ eine zentrale Rolle. „Kulturelle Teilhabe ist ein Menschenrecht“, meint der Sozialpädagoge Klaus Störch, der Einrichtungsleiter des Hauses Sankt Martin am Autoberg. Denn, so Störch weiter, „Kunst und Kultur schaffen Begegnung und Dialog.“ Torsten Gunnemann, Vorstand des Caritasverband Main-Taunus, ergänzt: „Die Facheinrichtung arbeitet sozialraumorientiert und die Veranstaltungsreihe ,Kunst und Kultur am Autoberg’ ist ein Markenzeichen, das über die Grenzen Hattersheims hinaus bekannt ist.“ Bis heute gab es an Einrichtung der Frankfurter Straße über 150 Veranstaltungen.

Zum Jubiläum wird eine eigene Kulturreihe ausgerichtet. „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, lautet die Überschrift, die sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Wohnungsloseneinrichtung für die kommenden Monate gegeben haben. Neben dem allgemeinen Programm gibt es vier weitere Höhepunkte zum Jubiläum. Am Freitag, 3. Februar, präsentieren Erhard Scherfer und Klaus Störch eine Ausstellung mit dem Titel „Mein Leben - so anders“. Die beiden Fotografen haben langjährige Besucher der Einrichtung porträtiert und interviewt. Ihr Ziel war und ist dabei: Öffentlichkeit herstellen, Aufklärung über die Probleme obdachloser Frauen und Männer zu betreiben, für Verständnis und Empathie werben. Die akademische Jubiläumsfeier findet am Freitag, 24. März, statt. Auf der Rednerliste stehen dann Vertreter von Politik, Kirche und Gesellschaft. Jessica Magnus, Referentin beim Caritasverband der Diözese Limburg, wird sich in einem Vortrag mit den Herausforderungen in der Wohnungsnotfallhilfe beschäftigen.

Im Frühsommer, am Freitag, 23. Juni, findet unter der Überschrift „Nicht nur zur Weihnachtszeit . . .“ ein Dankeschön-Fest statt: Wohnungslose, die Nachbarschaft, Freundinnen und Freunde sowie ehrenamtliche Mitarbeiter sind zu einem Barbecue mit Musik eingeladen. Zudem wartet eine Überraschung auf sie.

Am Dienstag, 17. Oktober, wird Professor Dr. Gerhard Trabert von der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden einen Gastvortrag zum Thema „Armut, Wohnungslosigkeit und Gesundheit“ halten. Trabert engagiert sich im Verein „Armut und Gesellschaft in Deutschland“ und kandidierte 2022 für das Amt des Bundespräsidenten. Im „normalen“, allgemeinen Veranstaltungsprogramm des Hauses Sankt Martin finden sich Namen der künftigen Protagonistinnen und Protagonisten Jutta Hayek, Alexander Schaub, Marc Rybicki und Chris Savage. Sie präsentieren und tragen ihre Kunst im Lauf der nächsten Monate vor. Auch Kunst aus dem Zigarettenautomaten wird es dann wieder geben.

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