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Wenig Interesse am Fastnachtszug

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Viele Gruppen wollen nicht mitmachen

Hattersheim - Noch etwas weniger als drei Monate - dann soll sich die bunte Narrenparade wieder durch die Innenstadt von Hattersheim schlängeln. Das zuständige Komitee arbeitet eifrig an der Rückkehr des Fastnachtsumzugs, der zuletzt im Jahr 2020 über die Straße rollte. Der stellvertretende Zugmarschall, Markus Heuser, bezeichnet den Umzug als „Veranstaltung von Hattersheimern für Hattersheimer“. Das Konzept funktioniert allerdings nur, wenn sich auch genug Teilnehmer anmelden. Daran hapert es momentan.

Fest steht: Die Narren dürfen am 18. Februar wieder auf die Straße. Doch die Frage, ob sie auch eine ansehnliche Zugfolge auf die Beine stellen können, treibt die Planer momentan um. Trotz entspannter Vorschriften entpuppt sich der erste Umzug nach der Unterbrechung als große Herausforderung für die Verantwortlichen. Die Zusagen seien schleppender als in der eingespielten Zeit vor Corona, berichtet Markus Heuser, bei dem derzeit alle Fäden zusammenlaufen. Das Problem sei nicht, dass keine Rückmeldungen eingehen, sondern, dass einige der früheren Teilnehmer ihre Mitwirkung abgesagt haben. „Es tut uns leid“, bekomme er als Antwort von Gruppierungen zu lesen, die nicht mehr die notwendigen Helfer oder die Zeit haben. „Die haben jetzt andere Gedanken und Sorgen“, sagt Heuser. Es gebe auch Absagen mit Verweis auf Post-Covid-Schäden.

„Jetzt gilt es zu vermeiden, dass der Umzug am Ende daran scheitert, dass wir zu wenige Gruppen haben“, sagt Heuser. In den vergangenen Jahren hatte sich der närrische Umzug auf etwas mehr als 80 Zugnummern eingependelt. Viel weniger sollten es nach Wunsch des stellvertretenden Zugmarschalls nicht werden. „Ein kleiner Umzug macht ja keinen Sinn, wenn er mit 40 bis 50 Gruppen rumdümpelt.“ Wenn die Zahl der Zugnummern zu stark abnehme, leide die Vielfalt und die Abwechslung. Heuser macht deutlich, dass nicht jede Anmeldung einen aufwendig gestalteten Wagen voraussetze. Auch kostümierte Fußgruppen sind dem Organisationskomitee willkommen. Interessierte können sich noch bis zum 15. Dezember online melden: unter www.hattersheim-he lau.de melden.

Herausfordernd ist derzeit auch die Arbeitsverteilung im Zugmarschall-Team. Weil er selbst stark beruflich eingebunden sei, habe er die Aufgaben auf mehrere Schultern im Komitee verteilt, so Markus Heuser. Neben Vertretern der Verwaltung und des Kulturforums sind auch die Fastnacht treibenden Vereine im Komitee vertreten. Als Beispiel für Helfer, die zusätzliche Verantwortung übernommen haben, nennt Heuser Heidrun Gärtner, stellvertretende Vorsitzende des Eddersheimer Gesangsvereins Liederkranz-Eintracht. Sie kümmert sich darum, die bisherigen Zugteilnehmer anzuschreiben und Anmeldungen entgegenzunehmen. Oliver Denkscherz von der Okrifteler Brass-Band Firebirds verteilt Plakate und schreibt Musikgruppen an. Außerdem helfen die beiden Ehrenzugmarschalle Jürgen Gesang und Dieter Freidhof bei der Vorbereitung. Als „One-Man-Show“ sei die Planung der Straßenfastnacht nicht möglich, erläutert Heuser. sas

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