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Vorsitzender Manuel Ferkau beim Füttern der Tiere am Glockwiesenweg.
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Vorsitzender Manuel Ferkau beim Füttern der Tiere am Glockwiesenweg.

Hattersheim

Tierpark Hattersheim braucht Hilfe

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Nach Versäumnissen in der Vergangenheit sucht der Hattersheimer Tierparkverein eine ausgebildete Pflegekraft - und vergibt Patenschaften für Ziegen, Schafe und Vögel.

Manuel Ferkau hat viel zu tun in diesen Tagen. Der 38-Jährige ist seit November Vorsitzender des Hattersheimer Tierparkvereins und muss zusehen, dass Geld in die Kasse kommt. Sonst droht die Schließung des Geheges am Glockwiesenweg.

„Das Veterinäramt hat uns zur Auflage gemacht, einen ausgebildeten Tierpfleger einzustellen“, sagt Ferkau. Außerdem müssten die Ställe und das Futterlager dringend saniert werden. Und die Vogelvolieren bräuchten ein neues Dach. „Die Mitgliedsbeiträge reichen dafür längst nicht aus.“

Der gemeinnützige Verein betreibt das Gehege, in dem Ziegen, Schafe, Gänse, Stockenten, Hühner, Hasen, diverse Vögel und eine Eselin leben, seit 2013. Die Stadt konnte die 30 000 Euro pro Jahr nicht mehr ausgeben, sie war wegen gewaltiger Haushaltsdefizite unter den Rettungsschirm des Landes Hessen gegangen.

Der Tierpark

Das Tiergehege befindet sich auf einer 4800 Quadratmeter großen Fläche an der Ecke Glockwiesenweg/Eschenbachstraße in Hattersheim.

Der Verein , der den Tierpark unterhält, wurde 2013 gegründet. Er hat 280 Mitglieder. Vorsitzender ist Manuel Ferkau.

Patenschaften für Tiere werden vergeben. Sponsoren können Werbung am Zaun des Geheges machen.

Kontakt: Telefon 06190/9756772 oder e-Mail info@tierpark-hattersheim.de

Die Pflege der Tiere wurde an Helfer übergeben, die einen Sachkundenachweis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetz vorweisen konnten und für eine Aufwandsentschädigung arbeiteten. Im Nachhinein betrachtet war das wohl ein Fehler. Denn bei einem Routinebesuch im Tierpark im Herbst vorigen Jahres stellten die Experten des Veterinäramts eine Reihe von Verstößen fest. Die Klauen und Hufe der Tiere waren nicht richtig gepflegt, Impfungen fehlten, Tiere waren nicht entwurmt. „Da ist wohl viel liegengeblieben in den letzten Jahren“, sagt Ferkau. Dokumentationen habe es für das Hattersheimer Tiergehege nicht gegeben.

Der gesamte Vorstand wurde ausgetauscht, die Tierpfleger zogen sich zurück. Die neue Vereinsspitze um Manuel Ferkau holte in den vergangenen Wochen Fachleute ins Gehege, die die verwachsenen Hufe behandelten. Tierärzte kümmerten sich um den Gesundheitszustand von Gänsen, Enten, Hasen, Ziegen und Schafen. Nach einem ausgebildeten Tierpfleger oder eine Tierpflegerin werde noch gesucht, sagt der Vereinschef. Die Behandlungen hätten eine Menge Geld gekostet. Und es würden weitere Finanzmittel gebraucht, um das marode Gelände nach und nach zu sanieren.

Unter den Menschen in Hattersheim sei die Bereitschaft, den Tierpark, zu unterstützen, groß, weiß Manuel Ferkau. 40 Neuanträge für eine Mitgliedschaft hat er auf dem Tisch liegen, er hofft auch auf Tierpatenschaften sowie auf Sponsoren aus der lokalen Wirtschaft. Womöglich gibt es zudem Hilfe von der Stadt. Die FDP-Fraktion hat beantragt, dass die Kommune, die mittlerweile finanziell wieder gut dasteht, den Tierpark unterstützt.

Manuel Ferkau will das Tiergehege, das er wie viele andere schon als Kind besucht hat, wieder zu einer Attraktion in Hattersheim machen. Nach der Corona-Pandemie soll es jede Woche einen Tag der offenen Tür geben, an dem Besucherinnen und Besucher das Gelände betreten, beim Füttern helfen und die Tiere streicheln können. Viele kommen aus Frankfurt zum Tierpark in Hattersheim. Das Gelände liegt direkt an der Regionalparkroute.

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