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Stadtmuseum soll im Mai öffnen

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Mit dem Kauf des ehemaligen Sarotti-Werkstattgebäudes durch die Stadt wurde das Projekt Stadtmuseum auf sichere Beine gestellt. nietner
Mit dem Kauf des ehemaligen Sarotti-Werkstattgebäudes durch die Stadt wurde das Projekt Stadtmuseum auf sichere Beine gestellt. nietner © Hans Nietner

Im ehemaligen Sarotti-Werkstattgebäude sind bereits zwei Kabinette eingerichtet

Hattersheim - Lange, sehr lange hat es gedauert, nämlich einige Jahre mehr als ursprünglich geplant: Die Eröffnung des Stadtmuseums im ehemaligen Sarotti-Werkstattgebäude am Hessendamm. Es gab einen Wechsel des Investors für das Gebäude, das zwischenzeitlich zum Museum umgebaut wurde. Dass die ursprüngliche komplizierte Vertragsgestaltung mit einem spanischen Investor schließlich mit dessen Ausstieg aus dem Projekt endete und wegen Anwohnerbeschwerden der einst vorgesehene gläserne Anbau für eine gastronomische Nutzung scheiterte und die Realisierung des Projektes verzögerte, ist nun nur noch eine Randnotiz.

Mit dem Kauf des ehemaligen Sarotti-Werkstattgebäudes durch die Stadt wurde das Projekt Stadtmuseum auf sichere Beine gestellt. Ermöglicht wurde dies durch die derzeit gute finanzielle Situation der Kommune und durch die Vertragsverhandlungen von Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) mit dem neuen Investor des Areals. Einer dieser Investoren ist bekanntlich der Hattersheimer Geschäftsmann und SPD-Vorsitzende Selim Balcioglu. Schindling und Balcioglu einigten sich schließlich über die Modalitäten des 3,5 Millionen Euro teuren Geschäftes. So konnte der Rathauschef vor einigen Monaten die Öffentlichkeit über die Einigung zwischen den beiden Vertragsparteien informieren. Doch mit dem Kauf alleine ist es nicht getan. Der Hattersheimer Geschichtsverein (HGV) ist nämlich für die Präsentation der künftigen Ausstellungsthemen und Devotionalien zuständig.

Das Thema Museum stand nun im Mittelpunkt einer Versammlung: Am vergangenen Dienstag fand die Jahreshauptversammlung des Hattersheimer Geschichtsvereins statt. Erster Vorsitzende Hans Franssen legte den Jahresbericht vor, in dem er über die Aktivitäten des Vorstands informierte, die sich alle um die Realisierung des Museumsprojektes drehten. Dazu gehörten unter anderem die Treffen und Absprachen mit den Museumsfachleuten und dem Museumsverband Hessen, Termine mit Vertretern der Stadt sowie dem Bauherrn und das inhaltliche Erarbeiten von Förderanträgen in Absprache mit der Stadt.

Parallel dazu wurde die Ausstellungskonzeption mit den beauftragten Fachleuten abgestimmt, sowie Geschichts- und Bild-Recherchen betrieben. Auch die Suche nach Sponsoren gehörte zu den Aufgaben des Vorstands. Mit großer Erleichterung habe der HGV die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung vom Juni über den Ankauf des Werkstattgebäudes aufgenommen, teilt der HGV-Vorsitzende nun mit. Hans Franssen erklärte: „Mit Bürgermeister Schindling und Erstem Stadtrat Spengler waren wir kontinuierlich im Gespräch und sind immer auf offene Ohren gestoßen. Sie haben uns ihre volle Unterstützung für dieses gemeinsame Projekt Stadtmuseum immer wieder versichert.“

Schließlich verkündete der Vereinsvorsitzende der Mitgliederversammlung die, wie Franssen sagte, wichtigste Botschaft überhaupt: „Im Rahmen des Internationalen Museumstages 2023 soll im Mai die Auftaktveranstaltung für Hessen in Hattersheim stattfinden. Dies ist auch ein geeigneter Anlass, das Stadtmuseum zu eröffnen.“

Zum derzeitigen Sachstand gab es dann noch folgende Informationen: Die Kabinette zur Industriegeschichte und zu Anton Flettner im Altbau des Werkstattgebäudes sind eingerichtet - eine Maßnahme, die 130 000 Euro kostet und mit 80 600 Euro durch das Land Hessen gefördert wurde. Außerdem war Mitte diesen Jahres der Förderbescheid des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst für den zweiten und damit letzten Bauabschnitt der Museumseinrichtung eingegangen. Damit können die Abteilungen zur Stadtgeschichte und Archäologie mit Kosten von 79 000 Euro realisiert werden. Das Land Hessen fördert dies mit 42 660 Euro. Die Komplementärmittel des HGV für beide Maßnahmen belaufen sich nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Hans Franssen auf 85 740 Euro. Auch die Arbeit, die in den nächsten Monaten anfallen werde, stellte der Vereinschef in seinem Bericht vor. Nämlich die Auswahl und Bearbeitung von Ausstellungsobjekten, Recherche zu Texten und Fotomaterial sowie schließlich den Umzug und die Einbringung der Objekte in die Kabinette und Vitrinen.

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