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Fast zehn Millionen Euro kostet die Sanierung der Hattersheimer Stadthalle.
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Fast zehn Millionen Euro kostet die Sanierung der Hattersheimer Stadthalle.

Hattersheim

Stadthalle soll bald wieder öffnen

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Die Sanierungsarbeiten an dem denkmalgeschützten Rundbau aus den 1970er Jahren in Hattersheim sind fast abgeschlossen. Jetzt sucht die Stadt nach einem Pächter für das Restaurant.

Monatelang war von der Hattersheimer Stadthalle nichts zu sehen. Mit dicken Plastikplanen war das denkmalgeschützte Gebäude am Karl-Eckel-Weg seit Anfang 2020 eingehüllt. Während der aufwendigen Sanierungsarbeiten am Dach und an der Fassade mit den eloxierten Aluminiumplatten sollte die Außenhülle des Rundbaus aus den 1970er Jahren vor Regen geschützt werden.

Nun wird im Inneren weitergewerkelt. Die aus schmalen Holzsparren bestehenden abgehängten Decken werden wieder in den Originalzustand versetzt, Türen und Wandverkleidungen erneuert, der 50 Jahre alte Hirnholzboden wird abgeschliffen. Heizung und Lüftungsanlage laufen bereits. Auch alle anderen technischen Anlagen sind installiert.

Die Halle

Errichtet wurde die Hattersheimer Stadthalle in den 1970er Jahren vom Offenbacher Architektenbüro Nowotny und Mähner. Sie steht seit 2013 unter Denkmalschutz.

Geschlossen wurde die Halle 2014 wegen technischer Mängel. Nur für ein paar Monate diente sie danach noch als Notunterkunft für Flüchtlinge.

In den Jahrzehnten davor nutzten Vereine und städtische Gremien die Stadthalle. Die Halle bot Platz für Messen und Ausstellungen und beherbergte das Weihnachtsvarieté „Christmastime in Hattersheim“. aro

Die Hattersheimer Stadthalle, bei deren Bau sich die Architekten einst von Walter Gropius’ Idee eines Totaltheaters hatten inspirieren lassen, soll in wenigen Wochen im Retrolook der 1970er Jahre neu erstrahlen. Auch die in Papyrusgrün gestrichenen Faltwände, die die wie Tortenstücke rund um eine große Rotunde angeordneten Bauelemente im Erdgeschoss voneinander trennen, kommen wieder zum Einsatz. Sie lassen sich so eng zusammenschieben, dass ein großer Raum entsteht, dessen bodentiefe Fenster den Blick von innen nach außen und umgekehrt freigeben.

Im Mai 2021, hofft Hattersheims Bürgermeister Klaus Schindling (CDU), könnten bereits die ersten Veranstaltungen in der neuen Stadthalle stattfinden. Bis dahin soll das sanierte Gebäude als Versammlungsstätte freigegeben sein. Auch die Außenanlagen, wo jetzt noch Baumaterial lagert und Bauzäune den Weg versperren, werden neu angelegt.

Einfach war die Sanierung der Hattersheimer Stadthalle, die 2014 wegen gravierender Baumängel geschlossen werden musste, nicht. Und sie wird mit insgesamt fast zehn Millionen Euro auch fast doppelt so viel kosten wie zunächst veranschlagt.

SPD und Grüne hatten den Verwaltungschef dafür jüngst heftig kritisiert. Schindling räumt ein, dass die Kosten für die Hallensanierung „aus dem Ruder gelaufen sind“. Dies habe jedoch mit dem hohen Aufwand bei der Erneuerung der Technik zu tun, der anhand der alten Pläne so nicht vorhersehbar gewesen sei. Zudem seien die Baukosten in den vergangenen Monaten stark gestiegen.

Die modernisierte Halle soll für städtische Versammlungen sowie für kleine Messen und Kongresse zur Verfügung stehen. Wieder in Betrieb gehen wird auch das Restaurant, dessen Räume sich über zwei Etagen erstrecken. Die Stadt sei bereits mit Gastronomen im Gespräch, die das Lokal pachten wollten, berichtete Schindling.

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