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„Richtige Shows oder nichts“

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Carneval Club will bei Corona-Beschränkungen keine Online-Sitzungen bieten

Hattersheim - Viele Okrifteler verbinden den Carneval Club Mainperle (CCM) mit den närrischen Veranstaltungen während der Fastnachtskampagnen. Das Sommerfest des Vereins steht normalerweise nicht im Mittelpunkt des CCM-Programms. Mittlerweile hat der Stellenwert der geselligen Freiluft-Feier jedoch zugenommen. Dem Sommerfest komme momentan eine besondere Bedeutung zu, weil viele andere Aktivitäten ausgefallen sind, sagte Pressesprecher Markus Heuser. Der CCM wolle zeigen: „Wir sind da.“

„Unsere originären Veranstaltungen sind weggefallen“, erinnerte Heuser. Das Sommerfest biete in der langen fastnachtsfreien Zeit die Gelegenheit für ein Wiedersehen. Diese Chance nutzten am Samstag einige Unterstützer des Vereins, die sich bei Musik und kalten Getränken auf der CCM-„Ranch“ am Ortsrand trafen. Nicht nur Mitglieder waren willkommen. Der Verein sehe das Fest auch als ein Dankeschön an alle Zuschauer, die den Fassenachtern die Treue halten, erklärte Markus Heuser. Obwohl ein Regenguss das Fest zwischenzeitlich störte, seien am Abend noch viele Besucherinnen und Besucher zur Feier gekommen.

Der CCM schaut bereits über den Sommer hinaus. Schließlich gilt: Nach der Kampagne ist vor der Kampagne. Alle aktiven Gruppen - vom Ballett bis zum Elferrat - würden sich mittlerweile wieder treffen, so CCM-Pressemann Heuser. Falls 2023 eine Kampagne möglich ist, wollen die Narren vorbereitet sein. Die Trainingstermine seien aber nicht nur wichtig, um für die Auftritte zu proben. Regelmäßige Treffen seien schon allein deshalb erwünscht, weil die Mitglieder so wieder Kontakt untereinander haben, erklärte Markus Heuser.

Der erste Auftritt von CCM-Aktiven könnte am 11.11. im Haus der Vereine über die Bühne gehen. Weil der Kampagnenstart auf einen Freitag fällt, plant der CCM für diesen Abend seinen Senatsabend. Wie es dann im nächsten Jahr weitergeht, bleibt offen. Ob der Saal im Haus der Vereine wieder zur Narrhalla wird, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Der Verein könne die Zukunft nicht aus der Glaskugel ablesen, so Heuser. „Wir sind guter Dinge“, meinte der Okrifteler. Neben der Hoffnung gebe es aber auch Befürchtungen. Für den Fall, dass erneut keine Sitzungen stattfinden können, will der CCM seiner Linie treu bleiben. Der Verein habe in den Vorjahren keine Online-Sitzungen als Ersatz produziert und werde auch nicht damit anfangen. „Richtige Shows oder nichts“, so Heuser. Jeder Verein habe diesbezüglich seine eigene Philosophie. Der CCM vertrete die Ansicht, dass Präsenz und direkter Kontakt nicht ersetzbar sind.

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