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Hattersheim

Ralf Meik verlässt die SPD

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Der Stadtverordnete wechselt zur CDU und behält sein Mandat. Bereits nach den Kommunal- und Bürgermeisterwahlen hatte Meik Wechselgedanken.

Der langjährige Fraktionsvorsitzende und Ortsvorsitzende der SPD Hattersheim, Ralf Meik (Bild), ist nach 28 Jahren Parteimitgliedschaft aus der SPD aus- und in die CDU eingetreten. Meik legt unter anderem seine Ämter als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher und Vorsitzender des Umwelt- und Verkehrsausschusses nieder, behält aber sein Mandat als Stadtverordneter. „Ich gehe ohne Groll“, sagte Meik gegenüber der FR. Bereits nach der Kommunalwahl und der Bürgermeisterwahl, bei der die SPD Verluste hinnehmen musste, habe er sich mit dem Gedanken getragen, sich parteipolitisch eine neue Heimat zu suchen, da ihm Beschlüsse und Umgangsstil innerhalb der Partei nicht zugesagt hätten. Meik macht keinen Hehl daraus, dass er sich lieber eine große Koalition mit der CDU gewünscht hätte. „CDU-Bürgermeister Schindling macht einen guten Job“, findet Meik, der mit Schindling auch privat befreundet ist. Die SPD müsse eine neue Richtung einschlagen, das ist nach Ansicht von Meik nicht geschehen. „Parteien standen für mich nie im Vordergrund“, sagt der SPD-Mann, „sondern die Arbeit für den Bürger.“

SPD-Fraktionschef Marek Meyer zeigte sich enttäuscht: Die Sozialdemokraten hätten immer hinter Meik gestanden, sowohl bei der Kommunal- als auch bei der Stadtratswahl. Das Mandat als Stadtverordneter habe er über die Liste bekommen und sei von den Wählern von Platz 2 auf Platz 3 heruntergestuft worden. Das zeige, dass man nicht ihn als Person, sondern als SPD-Mandatsträger gewählt habe. Meyer fordert, dass Meik sein Mandat als Stadtverordneter zurückgibt. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Thomas Abicht sieht den Fall indessen gelassen: „Eine Stimme mehr oder weniger fällt in der Opposition nicht ins Gewicht.“ Als stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin rückt Gabriele Sellmann nach. Nach dem Wechsel verfügt die SPD über zwölf Sitze im Stadtparlament, die CDU über 14.

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