Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hattersheim

Netzwerken in der Jugendarbeit

In Zeiten der Corona-Pandemie ist Jugendarbeit besonders wichtig: Die Stadt Hattersheim und der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe ziehen eine positive Bilanz über die Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Bis vor ein paar Jahren gab es in Hattersheim ein Jugendhaus. Dann wurde die Einrichtung geschlossen, seit 2018 liegt die Betreuung der 15- bis 19-Jährigen in den Händen des Vereins Jugendberatung und Jugendhilfe (JJ). Die Stadt unterstützt den Träger mit 120 000 Euro pro Jahr. Olivia Pokluda und René Glaser wurden im Team der mobilen Jugendarbeit fest eingestellt.

Die Entscheidung, aufsuchende Jugendarbeit mit einem kleinen Büro in der Schulstraße zu kombinieren, sei richtig gewesen, sagte der Erste Stadtrat KarlHeinz Spengler (Freie Wähler) bei einem Pressegespräch. Die Angebote eines Jugendtreffs, in dem vor allem Spiel und Spaß im Mittelpunkt stünden, seien nicht mehr zeitgemäß. Gerade während der Corona-Pandemie machten sich viele Schülerinnen und Schüler Sorgen um ihren Abschluss, hätten Probleme im Homeschooling und bräuchten individuelle Betreuung.

Die bekommen sie bei Olivia Pokluda und René Glaser. Flexibel haben die beiden auf die Bedingungen im Lockdown reagiert, führten rund 1000 Beratungsgespräche in ihrem Büro, trafen mehrere Hundert Jugendliche im Stadtgebiet regelmäßig. Im vergangenen Sommer seien auch Aktionen im Freien möglich gewesen, erzählen sie. In Kooperation mit der Stadt und dem Kulturforum organisierten sie unter anderem einen Fotowettbewerb. Der Pavillon in Okriftel bekam mit Hilfe Jugendlicher einen neuen Anstrich; rechtsradikale Symbole wurden dabei überdeckt. Auch zu Onlinespieleabenden lädt das Team der mobilen Jugendarbeit ein.

Ein Schwerpunkt lag während des gesamten vorigen Jahres auf dem Thema Bildung. Sieben Computer, die der Förderverein Familienoffensive zur Verfügung stellte, und zehn von der Stadt gesponserte I-Pads, konnten an Mädchen und Jungen verliehen werden. Etwa 80 Prozent der Jugendlichen, die Pokluda und Glaser beraten und betreuen, haben ausländische Wurzeln. „Da ist Unterstützung beim Lernen besonders wichtig“, sagt Glaser.

Aspe Rosenberg, die im Hattersheimer Rathaus als Sachgebietsleiterin für die Jugendarbeit zuständig ist, lobt die gute Zusammenarbeit von JJ mit dem Förderverein Familienhilfe und der Schulsozialarbeit der Hattersheimer Gesamtschule. Dadurch sei ein Netzwerk für Jugendarbeit entstanden, von dem die Jugendlichen profitieren könnten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare