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Hundewiese mit Betriebszeiten

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Mischling Monty wartet mit Frauchen ungeduldig darauf, dass die Tore der neuen Hundewiese am Glockwiesenweg öffnen. kröner
Mischling Monty wartet mit Frauchen ungeduldig darauf, dass die Tore der neuen Hundewiese am Glockwiesenweg öffnen. kröner © sas

Stadt schafft Auslauffläche am Glockwiesenweg

Hattersheim - Ist es ein Schrebergarten, eine Weide oder vielleicht ein neuer Standort für Außengastronomie? Dies könnten sich Spaziergänger fragen, die an dem auffällig abgegrenzten Bereich auf der Wiese am Glockwiesenweg vorbeikommen. Ein Zaun aus hellen Holzlatten rahmt dort einen rund 500 Quadratmeter großen Abschnitt des Grüns ein. Was es mit dem rechteckigen Areal auf sich hat, haben einige Anwohner bereits herausgefunden. „Hier kommt eine Hundewiese hin“, stellte ein junges Paar fest, das seinen Vierbeiner auf den umliegenden Wegen Gassi führte.

Die beiden Hattersheimer, die im Bereich der Ölmühle wohnen, begrüßen das Angebot einer Auslauffläche für Hunde. Die Tiere immer im Feld laufen zu lassen, sei nicht optimal, erklärte das Frauchen. Ihr kleiner Mischling Monty musste allerdings noch draußen bleiben und konnte die Hundewiese nur von außen beschnuppern. Das Eingangstor ist nämlich mit einem Vorhängeschloss verriegelt. Erst in den kommenden Tagen soll der Platz offiziell eröffnet werden.

Einen genauen Termin wollte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) auf Nachfrage noch nicht nennen. Die Stadt werde die Wiese demnächst in Betrieb nehmen, so der Verwaltungschef. Ein Wartebereich hinter dem Eingang, der mit einem zweiten Tor gesichert ist, soll übrigens dafür sorgen, dass Hunde nicht ausbüxen, wenn Neuankömmlinge die Wiese betreten.

Die neue Auslauffläche geht auf einen Antrag der CDU/FWG/FDP-Koalition zurück, der vor rund einem Jahr in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Seither suchte die Verwaltung nach einem geeigneten Platz, die nun gefunden und fast vollständig hergerichtet ist. Es fehlen noch ein Spender für Hundekotbeutel und eine entsprechende Beschilderung.

Rücksicht auf die Anwohner nehmen

Die Stadt hat Kosten von rund 15 000 Euro für die Maßnahme veranschlagt. Nach Angaben aus des Rathaus soll die Hundewiese wochentags von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 19 Uhr genutzt werden können. Samstags dürfen sich Hunde von 9 bis 19 Uhr auf der Fläche austoben. An Sonn- und Feiertagen ist das Areal tabu. Durch diese Betriebszeiten wolle man Rücksicht auf die Anwohner nehmen, sagt Bürgermeister Schindling.

Die künftige Öffnung hänge von der Vernunft der Nutzer ab, fügt er hinzu. Dem Antrag und der Umsetzung waren in den vergangenen Jahren wütende Reaktionen von Menschen aus der Siedlung am Südring vorausgegangen. Unter anderem war in der Pregelstraße Ärger von Anwohnern aufgekommen, die sich über die Hinterlassenschaften der Hunde beschwerten. Das Verhalten mancher Gassi-Geher sei rücksichtslos meinten die Bürger, die über die Geruchsbelästigung klagten.

Die Stadt hatte bisher an die Einsicht der Hundehalter appelliert. Doch nicht nur in Wohngebieten, sondern auch am Mainufer im Stadtteil Okriftel kam es vor einigen Jahren zu Problemen. Weil Hunde die Mainwiese verunreinigten, reagierte die Stadt mit Kontrollen, Schildern und Markierungen. Eine Hundewiese könnte das Problem vielleicht auch dort lösen. Bürgermeister Klaus Schindling schloss auf Nachfrage dieser Zeitung nicht aus, dass künftig auch in den Stadtteilen Okriftel und Eddersheim nach Standorten für solche Auslaufflächen geschaut werde.

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