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Hunde sind willkommen

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Freilauffläche am Glockwiesenweg eröffnet, aber es gibt schon reichlich Kritik

Hattersheim - Bereits seit Wochen können Hundehalter den eingezäunten Bereich am Glockwiesenweg von außen begutachten. Einige sind sicherlich bereits mit ihren Vierbeinern an das kleine Tor gelaufen, um zu prüfen, ob sich der Zugang öffnen lässt. Bisher waren solche Versuche vergeblich. Gestern hat die Stadt die speziell ausgewiesene Freilaufwiese für Hunde nun offiziell freigegeben.

Hundehaltern soll auf der Grünfläche die Möglichkeit gegeben werden, ihre Lieblinge frei laufen zu lassen. Die Stadt habe zuvor viele Anfragen wegen eines Hundeplatzes erhalten, erklärte Jörg Schmidtmer, Fachbereichsleiter für Grünflächen. Da es nur wenige freie Fläche gebe, sei es nicht leicht gewesen, einen optimalen Standort zu finden.

Die Auslauffläche geht auf einen Antrag der CDU/FWG/FDP-Koalition zurück. Die gesamte Gestaltung mit Beschilderung, zwei Bänken und einem Mülleimer kostet rund 15 000 Euro. Vor dem Zaun hat die Stadt einen Spender für Hundekotbeutel aufstellen lassen sowie ein Hinweisschild, das die Verhaltensregeln auf dem 500 Quadratmeter großen Gelände vorgibt. Nutzer werden gebeten, sich rücksichtsvoll zu verhalten. Der Verhaltenskodex sieht vor, dass sich maximal zehn Hunde gleichzeitig auf der Wiese aufhalten sollen. Außerdem sollen die Tiere innerhalb des Bereichs keine Leckerli erhalten. Wenn Essbares auf der Wiese in der Nähe des Schwarzbachs zurückbleibe, locke dies schnell Ratten an, erklärte Schmidtmer das Verbot.

Der Eingang zur Hundewiese ist als eine Art Schleuse konzipiert. Besucher müssen in kurzem Abstand zwei Tore passieren. So soll sichergestellt werden, dass die Hunde auf der Wiese nicht abhauen können, wenn Neuankömmlinge die Fläche betreten. Die Fläche darf wochentags von 9 bis 13 Uhr genutzt werden. Dann ist Mittagspause. Von 15 bis 19 Uhr ist es erneut erlaubt, mit den Vierbeinern zu toben. Samstags können die Hunde von 9 bis 19 Uhr über das Gras flitzen. Sonn- und feiertags bleibt das Areal geschlossen. Die Nutzungszeiten seien festgelegt worden, um Anwohner zu schützen, erläuterte Jörg Schmidtmer. „Wir hoffen auf ein gutes Miteinander.“

Noch bevor die Wiese überhaupt öffnete, hagelte es im Internet schon Kritik. In Sozialen Medien wurde bemängelt, dass die Fläche nicht groß genug und für größere Hunde ungeeignet sei. Es kam der Hinweis, die Stadt hätte die ganze Wiese einzäunen sollen. Jörg Schmidtmer kann die Platzbegrenzung erklären: Das Areal sei auf zwei Seiten von Flächen des Abwasserverbands und vom Hochwasserschutzgebiet entlang des Schwarzbachs eingeschränkt, erläuterte der Rathausmitarbeiter.

Andere Kritiker stellten online in Frage, wieso es Öffnungszeiten gibt. Während der Mittagsruhe zu schließen, ergebe keinen Sinn, weil viele Hundehalter gerade dann zu Hause seien und mit dem Hund raus wollen. Es störte sich auch jemand daran, das die Mittagspause gerade samstags aufgehoben werde, wenn die Anwohner zu Hause sind. „Nicht ganz Hattersheim hat Hunde“, mahnte Rathaussprecher Stefan Käck zur Rücksichtnahme. Es sei schade, dass die Hundewiese von einigen direkt zerredet werde.

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