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Auf dem Gelände der Urbansmühle am Schwarzbach entsteht ein neues Wohnquartier.
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Auf dem Gelände der Urbansmühle am Schwarzbach entsteht ein neues Wohnquartier.

Hattersheim

Wohnen im alten Mehlspeicher

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Die Hattersheimer Baugenossenschaft verbindet auf dem Gelände der Urbansmühle Neubauten mit ehemaligen Mühlengebäuden. Das Intersse an den hochwertigen Wohnungen ist groß.

Das frühere Firmengelände des Schokoladenherstellers Sarotti ist in den vergangenen Jahren zum neuen Hattersheimer Wohnquartier geworden. Auf der anderen Seite des Hessendamms, dort wo früher ein großer Parkplatz für Flugreisende war, werden demnächst neue Wohnungen für 1000 Menschen auf dem Ölmühlengelände fertig. Und auch auf dem Areal der früheren Urbansmühle zwischen Schwarzbach und Südring wachsen Wohngebäude in die Höhe. Die Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft (Hawobau) lässt hier ein neues Wohnquartier entstehen mit historischem Bezug.

Die Urbansmühle, erbaut im 17. Jahrhundert am Unterlauf des Schwarzbachs, war einst die größte der fünf Hattersheimer Mühlen. Mohn, Weizen und Raps aus der Region, aber auch Ölfrüchte und Weizen aus Amerika wurden hier verarbeitet. Nachdem 1923 ein Brand die Gebäude entlang des Mühlgrabens zerstört hatte, wurde der Betrieb durch den Einbau von Turbinen modernisiert und vor allem Weißmehl hergestellt.

Die Hattersheimer Entwicklungsbaugesellschaft für Städtebau kaufte das Areal 1991 von der Firma Nestlé, die es nach dem Zweiten Weltkrieg als Lager genutzt hatte. Seit 2004 ist das Anwesen der Urbansmühle im Besitz der Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft.

Quartiersplatz als Mittelpunkt

Die Grundidee, die bei der Entwicklung des Wohnquartiers verfolgt wurde, war, die noch erhaltenen historischen Gebäude – das alte Wohnhaus, die sogenannte Villa, und den Mehlspeicher – zu erhalten. Die Neubauten sollten in Anlehnung an die historischen Gebäude aus dem 19. und 20. Jahrhundert errichtet werden – mit einem Quartiersplatz als Mittelpunkt.

„Das ist uns gut gelungen“, ist Hawobau-Geschäftsführer Holger Kazzer überzeugt. In seiner Einschätzung bestätigt fühlt er sich durch den Erfolg bei der Vermarktung der Wohnungen, deren Quadratmeterpreise bei rund 6000 Euro liegen. Bis zum Richtfest Ende September seien fast alle Wohnungen aus dem zweiten und dritten Bauabschnitt verkauft beziehungsweise reserviert gewesen, sagte Kazzer der FR. Lediglich zehn der 22 Wohnungen des ersten Bauabschnitts waren da noch zu haben. Sie verfügen über loftartige Wohnräume mit einer Höhe von drei Metern, haben flexible Grundrisse und sind hochwertig ausgestattet. „Das Interesse ist weiterhin groß, wir werden demnächst alles verkauft haben“, so Kazzer.

Aktuell wird mit der Planung für die Sanierung der beiden alten Mühlengebäude begonnen: Die alte Villa der Urbansmühle bekommt neue Fenster und ein neues Dach. Auch die Fassade wird erneuert. Der ehemalige Mehlspeicher mit dem markanten Dachreiter wird kernsaniert, drei Eigentumswohnungen sollen darin unterkommen.

Die Wohngebäude der ersten drei Bauabschnitte werden laut Kazzer bis Anfang 2022 fertiggestellt. Villa und Mehlspeicher können voraussichtlich Mitte des kommendes Jahres bezogen werden.

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