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220 Menschen werden im neuen Headquarter von Yaskawa Europe arbeiten.
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220 Menschen werden im neuen Headquarter von Yaskawa Europe arbeiten.

Hattersheim

Hattersheim: Roboterfirma Yaskawa baut neue Europazentrale

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Das japanische Technologieunternehmen Yaskawa investiert 23 Millionen Euro in ein neues Bürogebäude in Hattersheim. Der Neubau soll Maßstäbe bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz setzen.

Seit Ende Juli wächst der Rohbau im Innovationspark an der Philipp-Reis-Straße zügig in die Höhe. Gestern wurde die Zeitkapsel in das Fundament versenkt und damit offiziell der Grundstein für die neue Europazentrale von Yaskawa in Hattersheim gelegt.

Der international agierende Technologielieferant, dessen Wurzeln in Japan liegen, steuert bislang seine Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion von Eschborn aus. Jetzt will das Unternehmen raus aus den angemieteten Räumen in der Hauptstraße und mit dem Gebäude in Hattersheim neue Maßstäbe setzen. Der vierstöckige Bürokomplex entsteht auf einem 8300 Quadratmeter großen Grundstück zwischen dem Firmensitz des japanischen Spezialchemieunternehmens Kuraray und einem Verteilzentrum der Posttochter DHL. 220 Beschäftigte werden am neuen Standort von Yaskawa arbeiten. Im Erdgeschoss des Neubaus wird die europäische Yaskawa Academy zusammen mit einem Innovationszentrum mit angeschlossenem Showroom untergebracht.

Das unternehmen

Yaskawa wurde 1915 in Japan gegründet und machte 2020 einen Jahresumsatz von 3,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat weltweit 14 500 Beschäftigte.

Seit 1979 ist der Anbieter von Industrierobotern, Antriebs-, Automations- und Steuerungstechnik sowie von Komponenten zur Erzeugung alternativer Energien mit einer eigenen Tochtergesellschaft in Europa vertreten.

Yaskawa Europe beschäftigt insgesamt 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für 2021 strebt die Gesellschaft einen Umsatz von 600 Millionen Euro an. aro

Das Unternehmen, das weltweit einer der Marktführer für Robotik, Antriebs- und Steuerungstechnik ist, wolle künftig verstärkt mit Schulen und Universitäten zusammenarbeiten und Workshops und Kurse für junge Leute anbieten, kündigte Geschäftsführer Bruno Schnekenberger an. Zu den ersten Bildungseinrichtungen, mit denen Yaskawa kooperiert, gehört die Hattersheimer Heinrich-Böll-Gesamtschule. Sie ist nur wenige Schritte von der neuen Europazentrale entfernt.

Der Neubau ist besonders energieeffizient geplant, bodentiefe Fenster reduzieren den Bedarf an künstlichem Licht. Für die Sommermonate sind Beschattungssysteme zur Kühlung vorgesehen. In einem Parkhaus werden 177 Stellplätze für Autos und 88 Fahrradabstellplätze untergebracht. Dazu gibt es elf Ladestationen für Elektroautos. Kapazität sei für 64 E-Ladestellen vorhanden, berichtete Schnekenberger. 23 Millionen Euro wird die Europazentrale von Yaskawa kosten, im ersten Quartal 2023 soll sie bezugsfertig sein.

Sein Unternehmen rüste sich für die Zukunft der Automatisierung in Europa, der Neubau sei Ausdruck einer ambitionierten Expansionsstrategie von Yaskawa, sagte Schnekenberger. Servoantriebe und Frequenzumrichter würden seit den 1990er Jahren auch in Schottland gefertigt und Roboter in der 2019 eröffneten europäischen Roboterfabrik mit angeschlossenem Entwicklungszentrum in Slowenien. Damit agiere Yaskawa bewusst entgegen dem internationalen Trend. Technologie-Know-how und Produktionskompetenz würden nach Europa zurückgeholt. Die gute Infrastruktur im Innovationspark, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Nähe zu Autobahnen und zum Flughafen habe den Ausschlag gegeben, den neuen Hauptsitz des europäischen Managements in Hattersheim anzusiedeln.

„Wir sind froh, dass mit Yaskawa ein weiterer Global Player den Weg in unsere Stadt gefunden hat“, sagte der Leiter der Wirtschaftsförderung im Rathaus, Alexander Schwarz. Der Kontakt zu Yaskawa sei vor zwei Jahren geknüpft worden. „Dass jetzt bereits gebaut wird, ist eine reife Leistung.“

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