Hattersheim

Rechenzentren ziehen Gründer an

  • Andrea Rost
    vonAndrea Rost
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Der neu gegründte Verein Taunus Innovation Campus soll eine Plattform für das digitale Netzwerken von Startups werden

Jahrzehntelang war das Gebäude in der Schulstraße 29 der Firmensitz des Grußkartenherstellers Horn. Doch seit geraumer Zeit stehen die Räume leer. Das alteingesessene Unternehmen, einst einer der größten Gewerbesteuerzahler Hattersheims, musste Insolvenz anmelden. Gestern erwachte das Haus zu neuem Leben. Der vor kurzem gegründete Verein Taunus Innovation Campus (TIC) hatte zur Kick-off-Veranstaltung eingeladen. Zum Thema „Digitale Metropolregion“ referierten und diskutierten unter anderem Trendforscherin Oona Horx-Strathern, Toan Nguyen von NTT Global Data Centers EMEA und Professor Sven Henkel, der an der European Business School in Wiesbaden lehrt.

Aufsichtsratsvorsitzender von TIC ist Hattersheims Bürgermeister Klaus Schindling (CDU). Er registriert ein großes Interesse von Global Playern aus dem IT-Bereich, sich in der 30 000-Einwohner-Stadt am Main gleich hinter der Frankfurter Stadtgrenze anzusiedeln. Nicht nur der zum japanischen Telekommunikationskonzern gehörende Rechenzentrumsbetreiber E-Shelter baut hier mehrere Rechenzentren, auch das US-Unternehmen Digital Reality will seinen Deutschlandsitz nach Hattersheim verlegen und Rechenzentren auf dem ehemaligen Tierversuchsgelände Kastengrund bauen.

Im Sog der Großen der Branche kommen auch die Kleinen. Nach Angaben des Rathauschefs zieht es auch Start-ups nach Hattersheim. Der Verein Taunus Innovation Campus soll künftig eine Plattform für Gründer sein, um sich zu vernetzen, soll preiswerte Arbeitsplätze in Co-Working-Spaces organisieren und Möglichkeiten schaffen, um neue Technologien zu den Themen Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Smart City und Industrie 4.0 vorzustellen.

Mitgründer sind die Immobiliengruppe IFC aus Frankfurt, der Rechenzentrumsbetreiber NTT/E-Shelter, das Unternehmen GMS Global Media Services GmbH , die Eschborner Unternehmensberatung NU R GmbH, das Wohnungsbauunternehmen Krieger und Schramm sowie der Verein „Start it Up“.

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