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An der Voltastraße in Hattersheim stehen bereits Rechenzentren von e-Shelter/NTT.
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An der Voltastraße in Hattersheim stehen bereits Rechenzentren von e-Shelter/NTT.

Hattersheim

Hattersheim: Rechenzentren auch an der Autobahn

  • Andrea Rost
    VonAndrea Rost
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Fünf Rechenzentren von NTT Global Data Centers stehen bereits in Hattersheim, demnächst sollen weitere im Gewerbegebiet Nord dazukommen. Auch das Gelände der ehemaligen Tierversuchsanstalt Kastengrund wird bald zum IT-Campus.

Fünf Rechenzentren betreibt das Unternehmen e-Shelter, das mittlerweile unter dem Namen des Mutterkonzerns NTT Global Data Centers firmiert, bereits an der Voltastraße in Hattersheim. Demnächst sollen weitere dazukommen. NTT wolle sich auch im Gewerbegebiet Nord an der Autobahn A66 ansiedeln, teilte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) mit. Auf diese Weise könnte Deutschlands größter zusammenhängender Rechenzentrumscampus entstehen. Die Datenspeicher von NTT würden in Hattersheim dann insgesamt 200 000 Quadratmeter belegen.

Ursprünglich wollte die Stadt einen Baumarkt auf dem Gelände an der Autobahn ansiedeln. Dieses Projekt scheiterte jedoch schon vor Jahren am Veto der Regionalversammlung. Nunmehr arbeite ein Projektteam mit Hochdruck an den Vorbereitungen für den Daten-Campus, sagte Schindling. Nicht nur Baurecht solle geschaffen werden, geplant sei auch die Verlängerung der Heddingheimer Straße entlang des Friedhofes bis zum Keltenkreisel an der Mainzer Landstraße, um das neue Gewerbegebiet optimal an den Verkehr anzubinden. NTT werde den Bau der Straße finanzieren.

Ein weiterer großer Datencampus soll auf dem Gelände der ehemaligen Sanofi-Tierversuchsanstalt im Kastengrund entstehen. Die US-Firma Digital Reality will sich dort ansiedeln und hat das Areal zwischen Hattersheim und Flörsheim-Weilbach vom Main-Taunus-Kreis gekauft. Den dafür nötigen Bebauungsplan haben die Hattersheimer Stadtverordneten bereits beschlossen. Das Regierungspräsidium Darmstadt muss noch zustimmen. Die Umstrukturierung des Kastengrundes zum High-Tech-Standort könne voraussichtlich im ersten Quartal 2022 beginnen, berichtete Schindling und lobte die gute Zusammenarbeit mit den Behörden. In eineinhalb Jahren sei es mit dem Planungsbüro Stadtquartier gelungen, das Verfahren vom Aufstellungs- bis zum Satzungsbeschluss zu führen. „Und das trotz komplexer Planungserfordernisse.“

Immer wieder ist in Hattersheim darüber diskutiert worden, wie die Abwärme, die die Rechenzentren erzeugen, sinnvoll genutzt werden kann. Jetzt gibt es Pläne, die Wärme, die die fünf NTT-Datenspeicher an der Voltastraße erzeugen, für ein neues Wohngebiet mit 460 Wohnungen zu nutzen, das in der Nachbarschaft entstehen soll. Zu 80 Prozent könnte die Abwärme den Energiebedarf der neuen Gebäude decken, sagte Klaus Schindling. Ähnliche Überlegungen gibt es für den Datencampus an der Heddingheimer Straße. Dort, so berichtet der Rathauschef, stünden ältere Wohnblocks, die noch mit Öl beheizt würden. Der fossile Brennstoff könnte in absehbarer Zeit durch Nahwärme aus den geplanten neuen Rechenzentren ersetzt werden.

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