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Gute Aufstiegschancen für Lachs und Hecht

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So ist die Staustufe Eddersheim ein unüberwindbares Hindernis im Main. Nietner
So ist die Staustufe Eddersheim ein unüberwindbares Hindernis im Main. Nietner © Hans Nietner

An der Eddersheimer Staustufe soll eine moderne Fischtreppe entstehen

Hattersheim - Der beschwerliche Weg der Lachse auf dem Weg flussaufwärts zu ihren Laichplätzen ist vielen hinlänglich bekannt. Auch andere Arten, darunter Maifisch, Aal und Karpfen, gehen in deutschen Flüssen auf Fischwanderung. Doch mancherorts ist diese nicht nur beschwerlich - sie ist oft gar unmöglich.

So beispielsweise an der Eddersheimer Staustufe, wo die Durchgängigkeit der Bundeswasserstraße Main unterbrochen ist, wie das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) festgestellt hat. Die dort vorhandene Fischtreppe erfülle die heutigen Anforderungen an die Wirksamkeit einer Fischaufstiegsanlage (FAA) nicht. Abgesehen von einer eher zufälligen Auf- und Abwärtswanderung durch die bestehende Anlage oder etwa verursacht durch den Schleusenbetrieb gelte die Staustufe Eddersheim für Fische als nicht überwindbar.

Doch Abhilfe für die beschuppten Wanderer ist in Aussicht: Für den Standort Eddersheim ist eine neue Fischaufstiegsanlage als eine von mehreren Pilotanlagen im gesamten Bundesgebiet angedacht. Insgesamt soll es bundesweit derer sieben geben, darunter auch in Offenbach und Mühlheim. Nach ersten Planungen soll die neue FAA an der 1934 erbauten Eddersheimer Staustufe auf der Insel zwischen der Schleuse und dem Wasserkraftwerk rund 400 Meter lang werden. Zum Vergleich: Die aktuell vorhandene Fischtreppe ist 38 Meter lang.

Mit gleich mehreren Zugängen, denen zusätzlich zum Betriebsdurchfluss noch weiteres Wasser hinzugegeben wird, soll den Lachsen, Hechten und Barben der Einstieg in die Anlage erleichtert werden. Das soll dafür sorgen, dass möglichst wenig Kraft und Zeit für das Passieren der Staustufe aufgebracht werden muss. Etwas Geduld müssen die Fische im Main allerdings noch aufbringen. Der Bau der Anlage ist erst für den Zeitraum zwischen 2027 und 2031 vorgesehen. Veranschlagt sind für das Projekt rund 19 Millionen Euro.

Für Infos zum Stand der Planung hat das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg für Dienstag, 25. Oktober, eine Projektvorstellung vorbereitet. Der Einlass im Begegnungszentrum Eddersheim, Propsteistraße 16 a, erfolgt ab 17.30 Uhr, beginnen soll die Veranstaltung um 18 Uhr.

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