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Favorit liegt im Norden

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Der Radschnellweg von Frankfurt nach Wiesbaden führt nach Vorstellung des Bürgermeisters nördlich an Hattersheim vorbei. dpa
Der Radschnellweg von Frankfurt nach Wiesbaden führt nach Vorstellung des Bürgermeisters nördlich an Hattersheim vorbei. dpa © Christoph Schmidt/dpa

Trasse des Radschnellwegs soll auf Krifteler Gemarkung

Hattersheim - Gründe für einen Wechsel vom Auto auf das Fahrrad gibt es genug. Während der eine vor allem in die Pedale tritt, um den Geldbeutel zu entlasten, sorgen sich andere vielleicht eher um den Klimawandel. Egal, was letztlich den Anstoß gibt - Voraussetzung für den regelmäßigen Umstieg auf den Sattel bleibt die geeignete Infrastruktur.

Diese soll in der Rhein-Main-Region auch in Form eines Radschnellwegs zwischen Frankfurt und Wiesbaden zumindest attraktiver werden. Mit dem Zustandekommen des Projektes würde auch Hattersheim an die „Fahrrad-Autobahn“ angebunden. Die bevorzugte Variante der Verwaltung führt nördlich am Stadtgebiet vorbei.

Bis vor einer Woche konnten Bewohner der Region online über ihre Wunschvariante abstimmen. Die Ergebnisse sollen im kommenden Monat vorliegen und in eine Machbarkeitsstudie einfließen. Das Land Hessen und die beteiligten Städte tragen die Kosten der Studie jeweils zur Hälfte. Die Planung für den Radschnellweg FRM3 führt der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main gemeinsam mit Fachplanern durch. Seit Anfang des Jahres analysiert der Verband mögliche Streckenführungen und berücksichtigt unter anderem Pendlerströme aus den umliegenden Kommunen. Die Streckenverläufe wurden mit den Partnerstädten abgestimmt und können für die endgültige Festlegung der Route kombiniert werden.

Variante entlang der Bahnlinie

Die im Hattersheimer Rathaus favorisierte Variante sieht vor, dass die Strecke des FRM3 auf Krifteler Gemarkung entlang der Autobahn A 66 verläuft. Der Schnellradweg würde zunächst von Sindlingen kommend entlang der Bahntrasse durchs Feld führen. Radler passieren das Krifteler Wäldchen und fahren hinter dem Hattersheimer Freibad nördlich der Autobahn an Hattersheim vorbei.

Die bisherige Planung sieht eine zweite, südliche Variante vor. Dieser alternative Verlauf führt vom Sindlinger Friedhof über die Straße „Im Hofheimer Grund“ auf die Frankfurter Straße. In Hattersheim ginge es dann durch die Unterführung „Im Nex“ und über die Schwarzbachbrücke unter dem Hessendamm bis zum Hattersheimer Bahnhof. Radfahrer hätten freie Fahrt entlang der Bahnlinie. Über den Fuchspfad und die Speierlingsallee würde die Strecke schließlich am Kastengrund vorbei auf die Mainzer Landstraße in Richtung Weilbach führen.

Zusätzlich ist eine Untervariante in Planung, deren Verlauf die Strecken der beiden beschriebenen Varianten verknüpfen könnte. Der vom Sindlinger Friedhof kommende südliche Verlauf würde in diesem Fall über die Sossenheimer Straße und Lorsbacher Straße im Norden Hattersheims an die Variante auf Krifteler Gemarkung angebunden.

Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) sagt, dass es nicht sinnvoll sei, eine vier Meter breite Fahrbahn, wie sie für den Radschnellweg vorgesehen sei, durch innerörtlichen Straßenverkehr zu führen. Deshalb bevorzuge die Verwaltung die nördliche Variante auf Krifteler Gemarkung, die für die Hattersheimer Planung am sinnvollsten sei. Die Stadt wolle ihr eigenes Radwegenetz künftig an den Radschnellweg anschließen. Interne Planungen gebe es bereits, so der Verwaltungschef. Auch das benötigte Geld stehe zur Verfügung. Zunächst müsse die Verwaltung jedoch abwarten, welche Variante sich durchsetzt.

Die Machbarkeitsstudie sieht vor, dass bald einzelne Steckenabschnitte des bevorzugten Verlaufs festgelegt werden. Eine Kosten-Nutzen-Analyse soll folgen. Für November ist zunächst ein Experten-Workshop mit Fachleuten der beteiligten Partnerkommunen vorgesehen. Dort sollen die Ergebnisse der Online-Beteiligung besprochen und in die weiteren Planungen einbezogen werden.

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