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Dreikampf ums Hattersheimer Rathaus

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Von: Andrea Rost

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Klaus Schindling ist sei 2016 Bürgermeister von Hattersheim.
Klaus Schindling ist sei 2016 Bürgermeister von Hattersheim. © Michael Schick

Amtsinhaber Klaus Schindling (CDU) geht am Sonntag in Hattersheim als Favorit in die Bürgermeisterwahl. Er muss sich gegen Mitbewerber von SPD und Grünen durchsetzen.

Es war ein knapper Wahlsieg, den Klaus Schindling bei der Bürgermeisterwahl 2016 feierte. Mit 50,5 Prozent der Stimmen gewann der Christdemokrat die Stichwahl. Amtsinhaberin Antje Köster (SPD) fehlten 97 Stimmen zum Sieg. Nach dem ersten Wahlgang war die Sozialdemokratin noch klar vorne gelegen.

Seither hat sich viel verändert in Hattersheim. Aus der einstigen SPD-Hochburg mit rot-grüner Stadtregierung ist eine Kommune mit konservativer Parlamentsmehrheit geworden. Schindlings Christdemokraten errangen bei der Kommunalwahl 2021 sogar die absolute Mehrheit, holten sich dennoch weiter FDP und Freie Wähler als Koalitionspartner ins Boot. Klaus Schindling hatte als Spitzenkandidat für die CDU kandidiert, obwohl er als Rathauschef gar kein Stadtverordnetenmandat annehmen kann. Als Zugpferd für die Christdemokraten war er damit ausgesprochen erfolgreich.

Bürgermeisterwahl

20 762 Menschen sind am 8. Mai bei der Bürgermeisterwahl in Hattersheim wahlberechtigt. 4432 Anträge auf Briefwahl sind bereits eingegangen. Das entspricht 21,34 Prozent der Wahlberechtigten.

Die Ergebnisse werden am Wahlabend ab 18 Uhr in der Hattersheimer Stadthalle im Karl-Eckel-Weg öffentlich präsentiert, Einlass ist ab 17.30 Uhr.

Laufend aktualisiert werden die Ergebnisse der Stimmenauszählung auch auf der Homepage der Stadt unter www.hattersheim.de. aro

Das soll auch bei der Bürgermeisterwahl am 8. Mai so bleiben. Schindling tritt für eine zweite Amtszeit an und setzt vor allem auf Kontinuität. „Damit es so bleibt, wie es ist“, ist einer der Wahlslogans des 53-Jährigen. Auch „Yes he can“ steht auf Plakaten, von denen Hunderte im Stadtgebiet hängen.

Nahezu genauso oft ist das Bild von SPD-Herausforderer Mesut Cetin in den Straßen von Hattersheim und den beiden Stadtteilen Okriftel und Eddersheim zu sehen. Der 34 Jährige ist in Hattersheim aufgewachsen und zur Schule gegangen. Seit 2016 ist er Stadtverordneter für die SPD. Der Vater zweier Kinder arbeitet als Ingenieur bei einem großen Automobilhersteller.

Auch die Grünen schicken mit Nathalie Ferko eine Kandidatin ins Rennen um den Chefsessel im Hattersheimer Rathaus. Die 29-Jährige hat Politikwissenschaft studiert und arbeitet als Geschäftsführerin der grünen Kreistagsfraktion. Seit April 2021 ist Nathalie Ferko Stadtverordnete und Fraktionssprecherin der Grünen in Hattersheim sowie Abgeordnete im Main-Taunus-Kreistag. Wahlkampf macht sie nach eigenen Angaben vor allem im direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern. Plakate von ihr sind kaum zu sehen. „Wir wollten das Stadtgebiet nicht verschandeln und nicht unnötig viel Müll produzieren“, erklärt sie die Strategie.

Als Favorit ins Rennen am Sonntag geht Amtsinhaber Klaus Schindling, in dessen Amtszeit Hattersheim nicht nur den Rettungsschirm des Landes Hessen verlassen konnte, sondern sich auch mit der Ansiedlung mehrerer Rechenzentren und IT-Firmen zur Digital City im Rhein-Main-Gebiet wandelte. Dass die Stadt dank großer neuer Wohngebiete ihre Einwohnerzahl auf 28 000 hochschrauben konnte, gefällt nicht allen Bürgerinnen und Bürgern. Dass der Bauboom Schindling aber den Sieg bei der Bürgermeisterwahl kosten könnte, damit rechnet niemand.

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