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CDU-Amtsinhaber siegt in allen Stadtteilen

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Von: Andrea Rost

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Rathauschef Klaus Schindling wurde mit 75 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit gewählt.
Rathauschef Klaus Schindling wurde mit 75 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit gewählt. © Renate Hoyer

Die frühere SPD-Hochburg Hattersheim ist in den letzten Jahren zu einer Stadt mit breiter Basis für die CDU geworden. Das hat der überragende Wahlsieg von Klaus Schindling bei der Bürgermeisterwahl noch einmal deutlich gemacht..

Klaus Schindling hat seine Stadt fest im Griff. Seit fast sechs Jahren ist der Christdemokrat Chef im Hattersheimer Rathaus, ebenso lange verzeichnet die CDU in der einstigen SPD-Hochburg Wahlerfolg um Wahlerfolg. Da machte die Bürgermeisterwahl am Sonntag keine Ausnahme. Im Gegenteil: Klaus Schindling holte bereits im ersten Wahlgang 75 Prozent der Stimmen. Das ist selbst für einen Amtsinhaber enorm viel, noch dazu wenn er zwei Mitbewerber hat.

Besonders bemerkenswert für den 53-Jährigen: Schindling sicherte sich mit mehr als 60 Prozent der Wählerstimmen auch in allen Wahllokalen am Südring einen deutlichen Vorsprung. Dabei handelt sich um ein Quartier mit zahlreichen Sozialwohnungen, in dem vor sechs Jahren noch die damalige SPD-Amtsinhaberin Antje Köster weit vor ihm gelegen hatte.

Nicht unter 60 Prozent

Ohnehin lässt sich Schindlings Wahlerfolg nicht auf bestimmte Stadtteile begrenzen. Zwar schnitt der Christdemokrat in Eddersheim besonders gut ab, ebenso im Neubaugebiet Schokoladenviertel auf dem ehemaligen Sarotti-Gelände; unter die 60 Prozent-Marke fiel er jedoch nirgendwo. Auch in den Wahllokalen im Stadtteil Okriftel, in dem sowohl SPD-Kandidat Mesut Cetin als auch Nathalie Ferko von den Grünen zu Hause sind, kam er auf mehr als 70 Prozent der Stimmen.

Vor sechs Jahren hatte Klaus Schindling im ersten Wahlgang noch deutlich hinter Antje Köster gelegen. In der Stichwahl holte er allerdings gewaltig auf. Am Ende gaben im März 2016 genau 97 Stimmen oder 0,5 Prozentpunkte den Ausschlag für seinen Sieg. Dieses Mal betrug Schindlings Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mesut Cetin 5632 Stimmen. Ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Schindlings bürgernahe und pragmatische Amtsführung aus der einstigen sozialdemokratischen Hochburg eine Kommune gemacht hat, in der die CDU über eine breite Basis verfügt. Bereits bei der Kommunalwahl im Jahr 2021 erreichten die Hattersheimer Christdemokraten mit ihrem Parteichef Schindling die absolute Mehrheit. Ihre Partner in der Stadtregierung sind FDP und Freie Wähler, die keine Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert und stattdessen den Amtsinhaber unterstützt hatten.

Gemessen am Kommunalwahlergebnis des vorigen Jahres haben weder Cetin noch Ferko das Potenzial ihrer Parteien ausschöpfen können. Cetin bekam vier Prozentpunkte weniger als die SPD im März 2021. Ferko wählten nur etwa halb so viele Wählerinnen und Wähler wie die Grünen vor einem Jahr.

Nimmt man das Ergebnis der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren zum Maßstab, sackte der SPD-Kandidat sogar um mehr als 30 Prozentpunkte gegenüber der damaligen Amtsinhaberin Antje Köster ab. Für die Grünen gibt es dazu keine Vergleichzahlen. Nathalie Ferko ist die erste Kandidatin, die die Umweltpartei bisher in Hattersheim ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geschickt hat.

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