Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Kinder der Robinsonschule und Lehrerin Martina Vogel arbeiten in der Computer-AG mit dem ?Calliope-Mini?.
+
Die Kinder der Robinsonschule und Lehrerin Martina Vogel arbeiten in der Computer-AG mit dem ?Calliope-Mini?.

Hattersheim

Mit Calliope in die digitale Welt

  • Kerstin Klamroth
    VonKerstin Klamroth
    schließen

Mit neun Jahren programmieren? Das geht dank eines neuen Projekts an der Robinson-Schule.

Sie haben Smartphones, surfen im Internet und spielen auf Tablets: Grundschüler wachsen heutzutage ganz selbstverständlich mit der digitalen Technik auf. Schulen dagegen sind häufig der letzte Hort der analogen Welt. Anders ist das in der Robinson-Schule: Hier programmieren Neun- bis Zehnjährige in einer Arbeitsgemeinschaft Minicomputer und haben dabei jede Menge Spaß.

Lehrerin Martina Vogel, IT-Beauftragte der Schule, hält es für wichtig, dass Kinder sich nicht von der digitalen Technik beherrschen lassen, sondern stattdessen die Technik beherrschen. Die 41-Jährige war daher gleich mit dabei, als der Vater eines Schülers 2016 einen Prototypen des kleinen Calliope-Mini-Computers an die Schule brachte und eine AG zum Programmieren anbot. Calliope ist ein bundesweites Projekt. Es wurde unter anderem von Gesche Joost, Professorin für Designforschung an der Universität der Künste in Berlin, auf den Weg gebracht.

„Nur, wer weiß, was hinter den Apps und Gadgets der smarten Welt steckt, was Daten wirklich bedeuten und wie wir uns durch clevere Anwendungen selbst schützen können, wird sich selbstverständlich und ohne Angst in der digitalen Welt bewegen“, heißt es auf der Website der Initiative.

Die 16 Dritt-und Viertklässler der Robinsonschule nutzen die kleinen Boards kreativ: Sie funken Herzchen, steuern kleine Autos, genannt Chasses, fern oder programmieren ein Maulwurfspiel. „Die Kinder waren von Beginn an sehr neugierig auf den Calliope mini. Ich fand es sehr beeindruckend zu sehen, wie schnell sie in der Lage sind, mit dem Programmier-Editor umzugehen und wie rasch sie damit beginnen, eigene Ideen zu entwickeln und Programme erweitern oder variieren.“, berichtet Vogel. Ob aus ihnen später mal Biologen und Biologinnen werden, die Organe per 3D-Drucker produzieren oder Textil-Designer für die vernetzte Kleidung von morgen, wie es die Calliope-Initiatoren hoffen?

Lehrerin Vogel und ihre Kolleginnen und Kollegen wünschten sich souveräne Nutzerinnen und Nutzer der neuen Technologie, die sowohl Begeisterung für die Möglichkeiten, als auch ein Gefühl für die Gefahren vermittelt bekommen. Die Robinson-Schule hat sich deswegen 2017 bei einem Projekt des Landes Hessen als Internet-ABC-Schule qualifiziert und wird in diesem Jahr eine zusätzliche Qualifikation erwerben.

Auch die Wichern-Schule in Hofheim arbeitet inzwischen mit den kleinen Boards, die Lehrer neuerdings auch beim Medienzentrum des Main-Taunus-Kreises ausleihen können. Die digitale Welt, so scheint es, wird in immer mehr Klassenräume einziehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare