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Auch in Gemeinschaftsunterkünften Energie sparen

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Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter weisen Geflüchtete auf sparsames Heizen hin

Hattersheim - Energie sparen ist das Gebot der Stunde. Bei vielen Haushalten landeten in den vergangenen Wochen Benachrichtigungen über erhöhte Abschlagzahlungen im Briefkasten. Gleichzeitig wird der sparsame Umgang mit Gas zur Frage der Solidarität. Schließlich besteht angesichts des Krieges in der Ukraine Ungewissheit, ob die deutschen Gasspeicher für den Winter ausreichen. Doch nicht überall lässt sich die Umsetzung des Spargebots leicht umsetzen. In Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete etwa gehen viele Menschen ein und aus, die oftmals andere Sorgen haben. Die Verantwortung, die Räume möglichst energiesparend zu betreiben, liegt in den Händen des Main-Taunus-Kreises als Betreiber dieser Quartiere.

Ein Leser verwies in diesem Zusammenhang auf die Gemeinschaftsunterkunft in der Eddersheimer Mönchhofstraße. Dort würden häufig Fenster und Türen offen stehen, ohne dass das Bau- und Liegenschaftsamt etwas unternehme, beklagte der Eddersheimer. Außerdem gebe es nur eine schwarze Mülltonne mit einem Volumen von einem Kubikmeter für alle Hausbewohner.

Diese Zeitung hat beim Kreis nachgefragt, wie in diesem Winter mit den Gemeinschaftsunterkünften verfahren wird. Aus dem Landratsamt war zu hören, dass die Ämter das Energieproblem auf dem Schirm haben. Die Flüchtlinge in Eddersheim und in anderen Unterkünften würden von den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des Kreises immer wieder auf den richtigen Umgang mit Müll und auf sparsames Heizen hingewiesen, so die Antwort.

Um das Problem des offen stehenden Eingangs in der Mönchhofstraße will sich der Kreis ebenfalls kümmern. Für die Tür in der Unterkunft sei ein Obertürschließer bestellt worden. Diese Ergänzung soll dafür sorgen, dass sich die Tür nach dem Öffnen von selbst wieder schließt. Auch die Heiztemperatur spielt beim Thema Energieverschwendung eine Rolle. Die Pressestelle teilt mit, dass alle Heizungen in den Kreis-Unterkünften je nach den technischen Möglichkeiten auf eine Temperatur von 21 Grad eingestellt werden. Bei angemieteten Unterkünften hat der Kreis weniger Einfluss. Dort sei geplant, mit den Vermietern Kontakt aufzunehmen. sas

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